Die Bedeutung von Snacks als Bestandteil des täglichen Speiseplans hat einer aktuellen Analyse zufolge stark zugenommen. Laut dem „Consumer Index“ des Marktforschungsunternehmens Yougov sind die Ausgaben deutscher Konsumenten für Snacks wie Müsliriegel, Obst und Gemüse seit 2018 um beeindruckende 70 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung spiegelt auch eine deutliche Verschiebung im alltäglichen Essverhalten wider.
Eine Umfrage von Yougov unter rund 7250 Erwachsenen zeigt: Fast die Hälfte der Menschen gönnen sich inzwischen häufiger Snacks zwischen den großen Mahlzeiten. Interessanterweise verzichten etwa ein Drittel der Befragten regelmäßig auf eine Hauptmahlzeit zugunsten der handlichen Snack-Variante. Während Snacks bei den jüngeren Generationen bereits fester Bestandteil der Ernährung sind, halten ältere Jahrgänge wie die Babyboomer noch an den traditionellen drei Mahlzeiten am Tag fest.
Yougov-Handelsexperte Robert Kecskes führt die wachsende Vorliebe für Snacks bei Jüngeren auf weniger strukturierte Tagesabläufe zurück. Snacks bieten hier eine praktische Lösung, um im hektischen Alltagsleben schnell Energie aufzutanken. Interessant ist der Zusammenhang zwischen modernen Arbeitswelten und Snack-Konsum: Angesichts des steigenden Zeitdrucks und sitzender Tätigkeiten helfen kleinere Snacks dabei, die konzentrative Leistungsfähigkeit zu unterstützen, während klassischen, schwereren Mahlzeiten für Menschen mit aktiven Berufen eine geringere Rolle spielen.