05. Januar, 2026

Politik

Slowakischer Regierungschef Fico kritisiert US-Militärintervention in Venezuela

Der slowakische Premierminister Robert Fico, bekannt für seine Nähe und politische Sympathien gegenüber dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, hat auf der internationalen Bühne eine klare Position eingenommen, indem er die jüngste militärische Intervention der Vereinigten Staaten in Venezuela vehement kritisierte. In einer deutlichen Stellungnahme auf seiner persönlichen Facebook-Seite äußerte Fico seine Besorgnis darüber, dass diese Aktion in eklatanter Weise gegen die Prinzipien des internationalen Rechts verstoße. Er bemängelte insbesondere die Ausübung militärischer Gewalt ohne ein entsprechendes Mandat der Vereinten Nationen, was seiner Ansicht nach ein weiteres Beispiel dafür sei, wie mächtige Nationen ihre Macht rücksichtslos geltend machen. Diese Haltung, so Fico, verdeutliche ein beunruhigendes Muster internationaler Willkürakte.

In seiner Funktion als Regierungschef eines kleineren europäischen Landes fühlt sich Fico verpflichtet, derartige Verstöße gegen das Völkerrecht konsequent zu verurteilen. Er erinnerte daran, dass er in der Vergangenheit sowohl den Irak-Krieg als auch die russische Invasion in der Ukraine scharf kritisiert habe. Indem er eine klare Linie gegen internationale Aggressionen zieht, mahnt Fico zugleich die Europäische Union, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die Aktionen der USA mit derselben Entschlossenheit zu verurteilen, wie es einst beim russischen Angriff auf die Ukraine der Fall gewesen sei. Diese Gleichbehandlung, betonte Fico, sei maßgeblich für die Glaubwürdigkeit der EU auf der Weltbühne.

Jedoch sieht sich Fico auch Kritik ausgesetzt. Einige seiner Kritiker werfen ihm vor, eine prorussische Haltung einzunehmen, was insbesondere durch seine oppositionelle Haltung gegenüber den von der EU verhängten Sanktionen gegen Russland befeuert wird. Fico argumentiert, dass diese Sanktionen der slowakischen Wirtschaft möglicherweise erheblich mehr schaden als der russischen und fordert eine differenzierte Betrachtung der europäischen Wirtschaftspolitik in diesem Kontext. In der politischen Debatte um seine Aussagen zeigt sich einmal mehr die gespannte Dynamik zwischen den geopolitischen Interessen und den innenpolitischen Anforderungen, die Fico als Staatsoberhaupt zu navigieren versucht.