Der Ansturm auf die Geschäfte zur Ferienzeit könnte Sparfüchse aufhorchen lassen: Ist jetzt der richtige Moment, um Vorräte aufzustocken, bevor Preise in die Höhe schnellen? Grund hierfür sind die bevorstehenden Monate, ehe der designierte Präsident Donald Trump erneut ins Weiße Haus einzieht und angekündigte, drastische Importzölle in Kraft treten sollen. Während viele Details seines Plans noch im Dunkeln liegen, ist eines gewiss: Die Zölle werden steigen. Historisch betrachtet gehen damit oft Preiserhöhungen einher. Trump hat angekündigt, einen pauschalen Importzoll von 25% auf Waren aus Mexiko und Kanada sowie zusätzliche 10% auf chinesische Importe erheben zu wollen, direkt ab seinem ersten Amtstag. Während des Wahlkampfs forderte er gar einen 60% Zoll auf chinesische Waren sowie 10% bis 20% auf Waren aus anderen Ländern. Trumps Drohungen könnten jedoch auch lediglich als Verhandlungstaktik dienen und keine endgültigen Pläne darstellen. Die Unsicherheit bleibt groß, insbesondere wie lange diese Zölle Bestand hätten und ob Ausnahmen möglich wären. Kommen die Zölle tatsächlich, könnten die Preise für fast alles, was nicht vollständig in den USA produziert wird - was heutzutage nicht viel ist - erheblich steigen. Für Schnäppchenjäger könnte es also ratsam sein, frühzeitig ihre Einkäufe zu planen, um ihren Geldbeutel zu schonen. Doch es gibt auch Einschränkungen. Importierte Früchte und Gemüse haben bekanntlich nur eine begrenzte Haltbarkeit. Und die pandemiebedingte Hamsterkäufe von Toilettenpapier zeigten eindrucksvoll: Konsumenten-Horten kann selbst zu höheren Preisen und leergeräumten Ladenregalen führen, so Scott Lincicome vom Cato Institute. Was sollte also auf der Einkaufsliste für die Feiertage stehen, um potenzielle Zollkosten im Voraus zu umgehen? Ein heißer Tipp: iPhones und andere Smartphones. Besonders iPhones erfreuen sich zur Weihnachtszeit großer Beliebtheit, was sich regelmäßig in den Verkaufszahlen von Apple niederschlägt, wenn Kunden ihre Geräte auf das neueste Modell umstellen. Es sind jedoch kaum Smartphones, die in den USA hergestellt werden. China stellt dabei 78% der US-Gesamtimporte in diesem Segment, so eine Analyse der Consumer Technology Association. Eine Verlagerung der Smartphone-Produktion in andere Länder, einschließlich der USA, könnte die Preise erheblich nach oben treiben. Ein 10%iger Pauschalimportzoll, zuzüglich 60% auf chinesische Waren, könnte den Preis eines neuen Smartphones um 26% auf bis zu 213 US-Dollar steigen lassen, mit möglichen Erhöhungen durch einen 25%igen Zoll auf kanadische und mexikanische Importe, so der CTA-Bericht.
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Sind die Feiertage die perfekte Zeit für Schnäppchenjäger?