14. Oktober, 2026

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Siemens Energy: Banken bereiten bis zu sieben Milliarden Euro Schulden für den Verkauf der Dampfturbinen-Sparte vor

Finanzinvestoren sollen die Kaufpreisfinanzierung für die Industriesparte des Konzerns bekommen. Der Bereich könnte mit mehr als zehn Milliarden Euro bewertet werden, Siemens Energy will einen Minderheitsanteil behalten.

Siemens Energy: Banken bereiten bis zu sieben Milliarden Euro Schulden für den Verkauf der Dampfturbinen-Sparte vor
Bei rund 900 Millionen Euro Gewinn läge die Verschuldung bei etwa dem Fünffachen, Siemens Energy will eine Minderheit behalten.

Finanzierungspaket nimmt Form an

Banken arbeiten an einer Schuldenfinanzierung von bis zu sieben Milliarden Euro, mit der ein möglicher Verkauf der Dampfturbinen-Sparte von Siemens Energy gestützt werden soll. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf Eingeweihte. Die Kreditgeber bieten potenziellen Finanzinvestoren Pakete im Umfang von sechs bis sieben Milliarden Euro an. Siemens Energy hatte im August angekündigt, die Einheit abzutrennen. Sie stellt neben Dampfturbinen auch Kompressoren her.

Die Aktie von Siemens Energy notierte zuletzt rund drei Prozent im Plus bei 145,08 Euro. Auch die Papiere der möglichen Interessenten CVC und EQT legten zu.

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Wie sich das Paket zusammensetzt

Die diskutierten Finanzierungen bestehen aus zwei Blöcken. Knapp 4,5 bis 5 Milliarden Euro entfallen auf gezogene Kredite, etwa Leveraged Loans und Hochzinsanleihen. Hinzu kommen große Linien, die nicht sofort in Anspruch genommen werden: rund eine Milliarde Euro als revolvierende Kreditlinie und etwa 1,5 Milliarden Euro an Garantielinien. Garantien sind für Industrieunternehmen mit Großprojekten typisch, weil Kunden häufig Sicherheiten für die Erfüllung von Verträgen verlangen.

Bezogen auf den Gewinn der Einheit von rund 900 Millionen Euro ergibt sich bei diesen Größen eine Verschuldung vom etwa Fünffachen. Das ist für einen Leveraged Buyout ein üblicher, aber hoher Wert, der von stabilen Erträgen abhängt.

Wer mitbietet

Bloomberg hatte Ende August berichtet, dass die Finanzinvestoren CVC Capital Partners, EQT und Bain Capital zu den Interessenten für eine Mehrheit zählen. Die Sparte könnte demnach mit mehr als zehn Milliarden Euro bewertet werden. Die Vertreter von Siemens Energy, CVC, Bain und EQT lehnten eine Stellungnahme ab. Eine Entscheidung ist nicht gefallen, es handelt sich um Vorbereitungen.

Hintergrund der Abspaltung

Die Sparte heißt intern Transformation of Industry und liefert Energietechnik vor allem an Industriekunden. Damit unterscheidet sie sich vom übrigen Konzern, der stärker auf Strom, also Erzeugung und Netze, ausgerichtet ist. Siemens Energy will sein Portfolio straffen und Investitionen auf diese Kerngeschäfte konzentrieren. Als Optionen nannte das Unternehmen im August den Einstieg externer Investoren bis hin zu einer Kapitalmarkttransaktion. Siemens Energy will eine „bedeutende“ Minderheitsbeteiligung behalten.

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Einordnung für Anleger

Der Fall zeigt zwei Dinge. Erstens ist Siemens Energy offenbar bereit, einen sehr großen Geschäftsteil zu verkaufen, um sich auf Strom und Netze zu konzentrieren. Ein Erlös im zweistelligen Milliardenbereich könnte Spielraum für Investitionen oder Aktionärsrückflüsse schaffen. Wie der Konzern das Geld einsetzen würde, ist offen. Die Quelle macht dazu keine Angaben.

Zweitens sagt die Finanzierungsplanung etwas über den Markt. Dass Banken ein Paket mit fünffacher Verschuldung anbieten, deutet auf Vertrauen in die Ertragskraft der Sparte hin. Für die Käufer bleibt es ein teures Geschäft: Bei einem Preis über zehn Milliarden Euro und etwa 900 Millionen Euro Gewinn wäre die Bewertung hoch, und die Zinskosten für fünf Milliarden Euro Schulden belasten den Cashflow.

Offen sind der Preis, der Zeitplan und die Höhe des Anteils, den Siemens Energy behält. Als Anleger sollten Sie auf drei Punkte achten: ob es zu einem Verkauf kommt, zu welchem Preis und wie der Konzern den Erlös verwendet.