19. Februar, 2026

Politik

Selenskyj äußert Unzufriedenheit über Resultate der Genfer Verhandlungen

Der ukrainische Präsident, Wolodymyr Selenskyj, hat in einer Videoansprache aus Kiew seine Unzufriedenheit über die Resultate der kürzlich in Genf abgehaltenen Verhandlungen mit russischen Vertretern zum Ausdruck gebracht. Die Gespräche, die unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten stattfanden, wurden von Selenskyj als unzureichend bezeichnet, insbesondere aufgrund einer vermuteten Verzögerungstaktik der russischen Delegation. Diese Taktik hemme den Fortschritt auf dem Weg zu einer friedlichen Lösung des anhaltenden Konflikts.

Trotz der ernsthaften Erörterungen militärischer Themen blieben zentrale politische Fragen und potenzielle Kompromisse weitgehend unbearbeitet. Präsident Selenskyj äußerte seine Enttäuschung darüber, dass sein Vorschlag für ein direktes Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin unberücksichtigt blieb. Wladimir Putin zeigte sich zwar offen für Gespräche, allerdings nur in Moskau, was Selenskyj kategorisch ablehnt, da es als strategischer Vorteil für Russland gewertet werden könnte.

Weitere Schwierigkeiten innerhalb der Genfer Verhandlungen ergaben sich bei humanitären Fragen, wie dem Austausch von Gefangenen. Trotz der Erfolge bei vorherigen Treffen in Istanbul und Abu Dhabi bleibt dieses Thema unabgeschlossen. Die ukrainische Seite richtet nun ihre Hoffnungen auf kommende Verhandlungen im Februar, deren genauer Ort und Zeitpunkt jedoch noch festgelegt werden müssen.

Präsident Selenskyj hob auch die Bedeutung der Anwesenheit hochrangiger europäischer Vertreter aus Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Italien bei den Genfer Gesprächen hervor. Er betonte dabei die essenzielle Rolle Europas in diesem Prozess und sprach den Vereinigten Staaten seinen Dank für deren Vermittlungsrolle aus. Trotz aller diplomatischen Bemühungen bleibt ein baldiges Ende des russischen Angriffskriegs in weiter Ferne, da der Konflikt seinem fünften Jahr entgegenblickt.

Insgesamt zeigt sich die Ukraine entschlossen, den diplomatischen Weg fortzusetzen, in der Hoffnung, über zukünftige Verhandlungen substanzielle Fortschritte zu erzielen. Die internationale Gemeinschaft ist aufgefordert, zusätzlichen Druck auf Russland auszuüben, um den Weg für konkrete und dauerhafte Lösungen zu ebnen.