23. Februar, 2026

Unternehmen

Schock-Crash bei Novo Nordisk: Hoffnungsträger scheitert brutal an Rivalen Eli Lilly

Der dänische Pharmagigant erlebt ein Börsen-Desaster. Wichtige Studiendaten zum Abnehmmittel Cagrisema enttäuschen auf ganzer Linie – die Aktie fällt auf ein Mehrjahrestief.

Schock-Crash bei Novo Nordisk: Hoffnungsträger scheitert brutal an Rivalen Eli Lilly
Börsenbeben bei Novo Nordisk: Studiendaten enttäuschen maßlos. Cagrisema verliert im direkten Vergleich gegen die Konkurrenz.

Die verheerenden Studiendaten schicken die Aktie auf eine steile Talfahrt

Für Novo Nordisk hat sich das Blatt im lukrativen Markt für Adipositas-Therapien dramatisch gewendet. Die mit Spannung erwartete Vergleichsstudie zwischen dem eigenen Hoffnungsträger Cagrisema und dem Konkurrenzprodukt Tirzepatid von Eli Lilly lieferte niederschmetternde Ergebnisse. Der Markt reagierte sofort und gnadenlos auf diese fundamentale Enttäuschung.

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Die Aktie des dänischen Pharmakonzerns brach nach Veröffentlichung der Daten massiv ein. Mit einem Kursverlust von bis zu 16 Prozent notierte das Papier bei 251,30 dänischen Kronen – ein Tiefstand, der seit Juni 2021 nicht mehr erreicht wurde. Während Novo Nordisk blutete, profitierten die Aktien des US-Rivalen Eli Lilly im vorbörslichen Handel mit einem Plus von knapp vier Prozent.

Der direkte Vergleich offenbart eine schmerzhafte Unterlegenheit gegenüber Tirzepatid

Die harten Fakten der Studie, an der 809 adipöse Patienten mit Begleiterkrankungen teilnahmen, lassen keinen Raum für Schönfärberei. Über einen Zeitraum von 84 Wochen erzielten die Probanden mit Cagrisema einen Gewichtsverlust von lediglich 23 Prozent. Die Vergleichsgruppe, die mit Tirzepatid behandelt wurde, erreichte hingegen eine Gewichtsreduktion von 25,5 Prozent.

Damit wurde das primäre Ziel verfehlt: Novo Nordisk konnte nicht beweisen, dass die eigene Wirkstoffkombination mindestens so effektiv ist wie das Konkurrenzprodukt. Diese Unterlegenheit wiegt schwer, da Ärzte kaum Anreize haben werden, ein neues Medikament zu verschreiben, das schlechter performt als die etablierte Konkurrenz.

Experten sprechen von einem absoluten Albtraum-Szenario für den Konzern

Marktbeobachter zeigen sich von dem Ausmaß des Scheiterns überrascht. Die Erwartungshaltung war, dass die Kombination aus Semaglutid und dem Amylin-Analogon Cagrilintid zumindest Gleichstand mit Tirzepatid erreichen würde. Die Realität sieht nun anders aus.

Die langfristige Strategie zur Absicherung nach Patentabläufen wackelt bedenklich

Cagrisema war nicht nur als neues Produkt geplant, sondern als strategischer Eckpfeiler für die Zukunft des Unternehmens. Der Wirkstoff kombiniert Semaglutid – bekannt aus dem Bestseller Wegovy – mit Cagrilintid, um sowohl auf das Darmhormon GLP-1 als auch auf das Bauchspeicheldrüsenhormon Amylin zu wirken.

Diese Dual-Strategie sollte das Portfolio stabilisieren, insbesondere im Hinblick auf den Patentablauf von Semaglutid im Jahr 2032. Durch das schlechte Abschneiden in der direkten Konkurrenz steht diese Absicherung nun infrage. Das Umsatzpotenzial des Wirkstoffs dürfte sich erheblich reduzieren, was die langfristigen Wachstumsprognosen des Konzerns empfindlich trifft.

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