Die US-amerikanische Rabattkette Big Lots hat begonnen, Ausverkäufe in ihren verbleibenden Filialen zu veranstalten, nachdem ein geplanter Verkauf des Unternehmens nicht zustande gekommen ist. Der Einzelhändler aus Columbus, Ohio, der Möbel, Wohnaccessoires und andere Waren anbietet, hatte im September Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Private-Equity-Firma Nexus Capital Management die wesentlichen Vermögenswerte der Firma übernimmt. Doch am Donnerstag verkündete die Kette, dass sie nicht erwartet, den Kaufvertrag abzuschließen. Big Lots ist jedoch weiterhin bestrebt, eine alternative Transaktion mit Nexus oder einer anderen Partei zu realisieren. Das Unternehmen hofft, den Verkauf bis Anfang Januar abzuschließen. Auf der Webseite des Unternehmens wurden Rabatte von bis zu 50 Prozent auf das gesamte Warensortiment angekündigt und die Schließung aller Filialen wurde verkündet. "Wir haben alle sehr hart gearbeitet und jeden Schritt unternommen, um einen Verkauf zu sichern", äußerte sich Bruce Thorn, Präsident und CEO von Big Lots. "Während wir weiterhin hoffen, eine alternative Lösung zu finden, mussten wir zum Schutz des Unternehmensvermögens schweren Herzens mit dem Abverkaufsprozess beginnen." Big Lots betont, dass der Kundenservice sowohl in den Filialen als auch online aufrechterhalten wird und Neuigkeiten bei Verfügbarkeit bereitgestellt werden. Das Unternehmen kämpft mit den Folgen der hohen Inflation und steigender Zinssätze, die das Kaufverhalten hinsichtlich Heim- und Saisonprodukten, zwei bedeutende Umsatzträger der Kette, negativ beeinflusst haben. Zudem sieht sich Big Lots mit einer verschärften Konkurrenz durch Größen wie Walmart und die Lagerhausclubs Walmart's Sam's Club und Costco konfrontiert, die ihrerseits ihre Preispolitik und ihr Warenangebot verstärkt haben. Ende 2023 betrieb Big Lots fast 1.400 Geschäfte in 48 Bundesstaaten. Eine aktuellere Zahl zur Filialanzahl war nicht verfügbar.
Wirtschaft
Schicksalswende bei Big Lots: Abschiedsverkauf nach geplatztem Übernahme-Deal