Der angesehene Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler plant eine signifikante Erweiterung seiner Produktionsstrategie durch die verstärkte Herstellung und den Einsatz von Bauteilen für humanoide Roboter. In einem richtungsweisenden Schritt hat das Unternehmen aus Herzogenaurach eine strategische Partnerschaft mit dem britischen Spezialisten für humanoide Robotik, Humanoid, ins Leben gerufen. Diese Ankündigung fand bei den Investoren großen Anklang, was sich in einem vorübergehenden Anstieg der Schaeffler-Aktie um bis zu 2,1 Prozent widerspiegelte. Zum Redaktionsschluss verzeichnete die Aktie immer noch einen soliden Zuwachs von einem halben Prozent.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird Schaeffler entscheidende Komponenten für Robotergelenke entwickeln und liefern, die hauptsächlich in den Oberkörpern, Schultern und Armen humanoider Roboter eingesetzt werden. Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender von Schaeffler, unterstrich die strategische Bedeutung der Partnerschaft, indem er hervorhob, dass das Unternehmen eine zentrale Rolle im schnell wachsenden Markt der humanoiden Robotik anstrebe. Dies ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung von Schaeffler, die das Potenzial hat, die Automatisierungsprozesse industrieübergreifend zu transformieren.
Darüber hinaus setzt sich Schaeffler ein ehrgeiziges Ziel: Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen mehrere Hundert humanoide Roboter in den globalen Produktionsstätten integriert werden. Diese Initiative zielt darauf ab, die Automatisierung und Effizienz der Produktionslinien erheblich zu verbessern, was das Unternehmen in eine zukunftssichere Position bringen soll. Diese strategische Ausrichtung wird durch eine kürzlich angekündigte Zusammenarbeit mit Neura Robotics, einem weiteren Pionier in der Robotikindustrie, weiter unterstützt. Durch die Kombination von Expertise und Innovation hoffen alle beteiligten Parteien, neue Maßstäbe in der industriellen Produktion zu setzen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit auf einem zunehmend technologiegetriebenen Markt zu sichern.