In einem mild aufwärts gerichteten Handelsbeginn des Freitags haben die Rohölpreise moderat zulegen können. Ein Fass der hochqualitativen Brent-Nordseesorte wurde zum April-Termin mit einem Preis von 78,93 US-Dollar gehandelt – ein Plus von 23 US-Cents im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Die US-amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) für den März sah ebenfalls einen Anstieg von 17 US-Cents, wodurch der Preis pro Barrel auf 73,99 US-Dollar stieg.
Doch diese leichte Preisbewegung nach oben konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ölpreise im Gesamtverlauf der Woche spürbare Einbußen aufweisen. Ein Überfluss an Angeboten abseits der OPEC-Grenzen ist als einer der Hauptgründe für den Rückgang zu betrachten. US-amerikanische Lager- und Produktionszahlen haben in der laufenden Woche das Bild eines übersättigten Marktes verstärkt. Parallel dazu dämpft eine global durchwachsene Wirtschaftslage die Nachfrageerwartungen.
Dennoch bleibt die geopolitische Brisanz des Nahen Ostens bestehen: Der Konflikt im Gazastreifen, angreifende Huthi-Rebellen im Roten Meer sowie die andauernden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran bieten stets Unterstützung für Preisanstiege beim Schwarzen Gold. Doch die Schatten der Unsicherheit könnten sich potenziell lichten: Diplomatische Anstrengungen zur Freilassung von israelischen Geiseln zeigen laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ermutigende Fortschritte, was wiederum die Risikoprämien am Ölmarkt leicht reduziert hat.