Salesforce hat seine Umsatzerwartungen übertroffen und Anlegern neuen Optimismus bezüglich seiner KI-Strategie vermittelt. Das führende Unternehmen im Bereich Kundenmanagement-Software konnte im letzten Quartalsbericht einen Umsatzanstieg von 8,3% auf 9,44 Milliarden US-Dollar verzeichnen, was die Schätzungen von Analysten übertrifft, die im Durchschnitt von 9,35 Milliarden US-Dollar ausgingen. Zudem beeindruckte die bereinigte operative Marge mit 33,1% und lag damit ebenfalls über der prognostizierten Marke von 32,2%. Im Laufe dieses Jahres hat Salesforce seinen Fokus auf KI-basierte Tools, bekannt als Agentforce, verschoben, die autonom Aufgaben im Bereich Kundenservice und Vertriebsentwicklung übernehmen sollen. Diese Entwicklung wird von CEO Marc Benioff getragen, der im letzten Monat ankündigte, 1.000 neue Mitarbeiter zur Förderung dieser Produktlinie einstellen zu wollen. Nach einer zwei Jahre andauernden Phase der Kostensenkungen zeigt dies einen deutlichen Strategiewechsel. Mike Spencer, Executive Vice President von Salesforce, betonte, dass bereits eine „gute Anzahl“ von Verträgen im Zusammenhang mit Agentforce unterzeichnet wurden. Diese befinden sich jedoch noch in der Anfangsphase und werden sich erst später in den Geschäftszahlen bemerkbar machen. Die Aktie von Salesforce hat sich nach einem Tief von 218,01 Dollar am 30. Mai deutlich erholt und verzeichnete einen Anstieg von mehr als 50%. Grund hierfür ist die positive Stimmung rund um die neue KI-Strategie des Unternehmens. Analysten wie Tyler Radke von Citigroup lobten Agentforce und dessen Einfluss auf die CRM-Geschichten des Unternehmens. Trotz eines leicht unter den Erwartungen liegenden Gewinns pro Aktie von 2,41 Dollar bleibt der Ausblick für das aktuelle Quartal vielversprechend. Salesforce prognostiziert einen Umsatz von 9,9 bis 10,1 Milliarden US-Dollar und eine Zunahme des gebuchten Umsatzes um etwa 9%.
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Salesforce übertrifft Erwartungen mit KI-Potenzial