16. April, 2026

Wirtschaft

Saisonal bedingte Flaute auf dem Arbeitsmarkt: Erwerbstätigkeit rückläufig

Saisonal bedingte Flaute auf dem Arbeitsmarkt: Erwerbstätigkeit rückläufig

Das Statistische Bundesamt vermeldet für das erste Quartal des laufenden Jahres eine deutliche Abnahme der Erwerbstätigkeit in Deutschland. Trotz des gewohnten saisonalen Abschwungs, welcher in der Jahresanfangsphase zu beobachten ist, überrascht die Intensität dieses Rückgangs; rund 400.000 weniger Personen waren erwerbstätig, womit die Gesamtzahl auf 45,8 Millionen sank. Dieser Trend zeichnet sich stärker ab als in den vergangenen zwei Jahren.

Interessanterweise konstatiert man im Vergleich zum Jahresbeginn einen Zuwachs von 129.000 beschäftigten Personen. Maßgeblich getragen wird das Wachstum dabei von den Dienstleistungssegmenten, während in der Industrie und am Bau weniger Arbeitsplätze zu verzeichnen sind. Parallel dazu zeigt sich auch eine Abnahme bei der Gruppe der Selbstständigen sowie der mithelfenden Familienangehörigen, deren Zahl um 1,0 Prozent auf 3,9 Millionen sank. Demgegenüber steht eine leichte Zunahme bei den Arbeitnehmern, die nun mit 41,9 Millionen Personen einen Anstieg von 0,4 Prozent verzeichnen.

Aus den vorläufigen Erhebungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), ein Organ der Bundesagentur für Arbeit, geht hervor, dass jede erwerbstätige Person durchschnittlich 344,5 Stunden in diesen drei Monaten gearbeitet hat. Diese Zahl repräsentiert einen Rückgang von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen schrumpfte leicht um 0,6 Prozent, was konkret eine Reduzierung auf 15,8 Milliarden Arbeitsstunden bedeutet.