13. Februar, 2026

Wirtschaft

Safran steigert Prognosen aufgrund gestiegener Nachfrage in Rüstungs- und Luftfahrtsektoren

Der renommierte französische Triebwerkshersteller Safran hat seine Gewinnprognosen angesichts eines anhaltenden Aufschwungs im Rüstungssektor und einer steigenden Nachfrage von Flugzeugherstellern optimiert. Für das laufende Jahr projiziert Safran ein respektables Wachstum des bereinigten operativen Ergebnisses auf einen Wert zwischen 6,1 und 6,2 Milliarden Euro. Dies stellt eine bemerkenswerte Fortsetzung des Wachstumstrends dar, nachdem im Vorjahr bereits eine Steigerung von 25 % auf 5,2 Milliarden Euro realisiert wurde. Die mittel- bis langfristigen Vorhersagen bis 2028 sind ebenso vielversprechend: Ein angestrebter Gewinn von 7 bis 7,5 Milliarden Euro markiert eine Erhöhung um eine Milliarde Euro gegenüber den bisherigen Annahmen, wie CEO Olivier Andriès in einer aktuellen Stellungnahme verdeutlichte.

Ein zentraler Wachstumsträger dieses Optimismus sind die sogenannten Leap-Triebwerke. Die Auslieferungen dieser Triebwerke sollen bis 2026 um 15 Prozent gesteigert werden. Als entscheidende Elemente der Technologie für die Boeing 737 Max und die Airbus A320neo Modellreihe tragen sie wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg von Safran bei. Darüber hinaus zeigt auch das Segment des Ersatzteilgeschäfts ein dynamisches Wachstum, was zu einer Umsatzsteigerung im unteren zweistelligen bis mittleren Zehnprozentbereich führen könnte. Der freie Mittelzufluss soll sich entsprechend von 3,9 Milliarden auf etwa 4,4 bis 4,6 Milliarden Euro erhöhen.

Für den Zeitraum von 2024 bis 2028 strebt Safran ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von rund zehn Prozent an, was eine deutliche Verbesserung gegenüber den früheren Vorhersagen darstellt. Diese Erholung basiert auf dem stabilen Ersatzteilgeschäft in der zivilen Luftfahrt und einem bedeutsamen Aufwärtstrend bei Rüstungsaufträgen. Besonders hervorzuheben ist die Zunahme der Bestellungen für das französische Kampfflugzeug Rafale, das von Dassault Aviation hergestellt wird und dessen Antrieb mittels Safran-Triebwerken erfolgt. Diese Entwicklungen verdeutlichen die wachsende Nachfrage im Verteidigungsbereich und untermauern Safrans strategische Fokussierung auf Innovation und Marktanpassung.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Safran eine Erhöhung des Umsatzes um 12,5 Prozent auf 31,2 Milliarden Euro. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn stieg um 3,5 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro, während die Dividende von 2,90 Euro im Vorjahr auf 3,35 Euro anwuchs. Diese Zahlen reflektieren die stabile wirtschaftliche Lage und das solide Geschäftsmodell des Unternehmens.