28. Januar, 2026

Politik

Russland zeigt Interesse an einem Gipfeltreffen zwischen Selenskyj und Putin

Russland hat erneut seine Bereitschaft zu einem direkten Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Staatschef Wladimir Putin bekundet. Dieses Interesse wurde durch Juri Uschakow, den außenpolitischen Berater von Präsident Putin, in einem Interview mit dem kremlnahen Journalisten Pawel Sarubin bekräftigt. Das Interview wurde auf dem Telegram-Kanal von Sarubin publiziert, in dem Uschakow erklärte, dass Moskau solche direkten Kontakte nie kategorisch ausgeschlossen habe. Er betonte, dass Selenskyj zu Gesprächen nach Moskau kommen könne, wenn er dazu bereit sei, eine Einladung, die Putin bereits mehrfach angedeutet habe.

Uschakow erwähnte auch, dass Putin die Möglichkeit eines solchen Treffens mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump diskutiert habe. Die Regierung der Ukraine zeigt jedoch verständlicherweise Zurückhaltung hinsichtlich einer Reise von Präsident Selenskyj in die russische Hauptstadt. Diese Bedenken sind größtenteils sicherheitsrelevant und nachvollziehbar angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen und unsicheren Lage. Gleichzeitig hat der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha signalisiert, dass Selenskyj bereit sei, in direkten Gesprächen mit Putin auch komplexe und heikle Themen zu besprechen. Dies umfasst insbesondere Fragen zu territorialen Streitigkeiten und das seit 2022 von Russland besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.

Russland hat bekräftigt, dass jede Form eines Gipfeltreffens gründlich vorbereitet und auf konkrete Ergebnisse ausgerichtet sein müsse, um eine effektive Verhandlungsbasis zu schaffen. Parallel dazu gibt es intensive internationale Bemühungen um die Förderung des Friedensprozesses. Hierzu zählen auch die kürzlich in Abu Dhabi aufgenommenen trilateralen Gespräche zwischen Vertretern aus Kiew und Moskau unter Vermittlung der Vereinigten Staaten. Diese Gespräche sollen am kommenden Sonntag fortgeführt werden und könnten als diplomatische Plattform für weiterführende Verhandlungen dienen.