18. Januar, 2026

Politik

Rückkehr eines Exil-Oppositionellen: Reza Pahlavi entwirft Vision für Irans Zukunft

Reza Pahlavi, Nachfahre des letzten iranischen Schahs, hat aus seinem Exil in den Vereinigten Staaten seine Absicht bekundet, in seine Heimat Iran zurückzukehren. Der 65-Jährige ließ jedoch offen, zu welchem Zeitpunkt dieser Schritt erfolgen soll, und es bleibt unklar, ob ihm die Einreise gewährt wird und welche möglichen Konsequenzen seine bekannte Oppositionstätigkeit nach sich ziehen könnte.

In einer emotionalen Videobotschaft, die Pahlavi auf der Plattform X veröffentlichte, appellierte er an die internationale Gemeinschaft, den Kampf der iranischen Bevölkerung aktiv zu unterstützen. Er unterstrich, dass die Bürger des Landes nicht nur das gegenwärtige Regime ablehnen, sondern auch den dringenden Wunsch nach einem überzeugenden Weg in eine neue, bessere Zukunft haben. Seine eindringliche Wiederholung des Versprechens 'Ich werde zurückkehren' betont seine Entschlossenheit, ein Versprechen, das er nicht zum ersten Mal geäußert hat.

Ein eingeblendeter Satz, 'Das ist die letzte Schlacht', verleiht seiner Botschaft einen dramatischen Ton. Darüber hinaus machte Pahlavi geltend, dass bei den jüngsten Massendemonstrationen binnen 48 Stunden 12.000 Menschen getötet worden seien – eine Zahl, die bislang keiner unabhängigen Verifikation unterzogen wurde. Seit Jahren lebt Pahlavi im Exil in den USA, wo er sich zu einer prominenten Figur innerhalb der global zerstreuten iranischen Opposition entwickelt hat. Während der jüngsten Proteste nahm er von außen eine Führungsposition ein und baute seine Reichweite in den sozialen Netzwerken auf ein Millionenpublikum aus.

Seine politisch ambivalente Rolle bleibt umstritten: Während einige ihn als glaubwürdige Hoffnungspersönlichkeit für den Wandel im Iran sehen, kritisieren andere seine vermeintlich unklare politische Haltung und die aggressive Tönung seiner Anhängerschaft. Angesichts der zersplitterten Opposition im Iran hoffen viele auf internationale Unterstützung. Bei den Protesten im Iran ist häufig der Ruf 'Lang lebe der König' zu hören, was den Einfluss Pahlavis unterstreicht, wobei das tatsächliche Ausmaß dieser Bedeutung innerhalb des Landes schwer exakt zu bestimmen ist.