05. März, 2026

Märkte

Rückgang bei deutschen Anleihen - US-Konjunkturdaten bringen Bewegung

Rückgang bei deutschen Anleihen - US-Konjunkturdaten bringen Bewegung

Im Handelsverlauf am Donnerstag haben deutsche Staatsanleihen spürbar nachgegeben. Mit einem Abschlag von 0,24 Prozent ging der Euro-Bund-Future, das Barometer für den deutschen Anleihemarkt, auf 129,77 Zähler zurück. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen bewegte sich in der entgegengesetzten Richtung und kletterte auf 2,62 Prozent – mit einem zwischenzeitlichen Höchststand von 2,64 Prozent seit dem vergangenen November.

Ausschlaggebend für die Preisbewegung der Anleihen waren Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten, die am Nachmittag veröffentlicht wurden. Während das Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal hinter den Erwartungen zurückblieb, gaben die Zahlen ebenfalls Aufschluss über anziehende Inflationsraten. Diese Kombination liefert keine eindeutigen Signale an die Zentralbanker für bevorstehende Zinssenkungen, wie Marktanalyst Tobias Basse von der NordLB erläuterte.

Weiteren Einfluss auf den Anleihemarkt hatten robuste Kennzahlen zum US-Arbeitsmarkt, die gegen eine schnelle Senkung der Zinsraten in den USA sprechen. Diese Aspekte stärken tendenziell die Renditen auf dem Anleihemarkt. Insbesondere die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die überraschend gesunken ist und aktuell auf einem niedrigen Niveau verharrt, deutet auf eine stabile Arbeitsmarktsituation hin. Diese ist ebenso für die Federal Reserve von Belang, da der Arbeitsmarkt eine wichtige Größe für die künftige Preisentwicklung darstellt.