30. Januar, 2026

Unternehmen

Rheinmetall zündet den Turbo: Warum diese 80-Milliarden-Bombe alles verändert

Ein gigantisches Satellitennetzwerk, Panzer für die Ukraine und eine Pipeline, die fast platzt – der DAX-Konzern steht vor einer historischen Neubewertung.

Rheinmetall zündet den Turbo: Warum diese 80-Milliarden-Bombe alles verändert
Der Rüstungskonzern Rheinmetall plant ein 10-Milliarden-Satellitenprojekt und meldet massive Auftragspipeline. Analyse der Aktie.

CEO Papperger beziffert das Auftragspotenzial auf astronomische 80 Milliarden Euro

Die Wachstumskurve von Rheinmetall verlässt endgültig gewohnte Bahnen. Auf einer Konferenz des Handelsblatts in Berlin ließ die Konzernführung die Katze aus dem Sack: Das internationale Auftragspotenzial für das Jahr 2026 beläuft sich auf massive 80 Milliarden Euro. Diese Kennzahl verdeutlicht die extreme Skalierung der laufenden Wettbewerbe.

Im strategischen Fokus stehen dabei Schwergewichte der Rüstungstechnologie. Allein der Boxer-Schützenpanzer bindet ein potenzielles Volumen von 37,7 Milliarden Euro. Flankiert wird dies durch maritime Großprojekte wie die Fregatten F126 und F127, die mit 12 bis 13 Milliarden Euro taxiert werden, sowie neue Chargen des Puma-Schützenpanzers.

„Wir sehen ein Auftragspotenzial von 80 Milliarden Euro“, so Armin Papperger, CEO von Rheinmetall, zur Dimension der laufenden Ausschreibungen.

Die Bundeswehr-Strategie zielt auf ein eigenes Satellitennetzwerk für zehn Milliarden Euro ab

Parallel zum Kerngeschäft stößt der Düsseldorfer Konzern in den Weltraum vor. Bestätigten Berichten zufolge verhandelt Rheinmetall mit dem Bremer Raumfahrtunternehmen OHB über ein souveränes Satellitennetzwerk für die Bundeswehr. Das Projektvolumen könnte bis zu zehn Milliarden Euro erreichen.

Geplant ist eine Konstellation aus bis zu 200 Satelliten, die ab 2029 die militärische Kommunikation sicherstellen sollen. In dieser Ausschreibung positioniert sich Rheinmetall direkt gegen den Luft- und Raumfahrtgiganten Airbus. OHB bestätigte die laufenden Gespräche bereits Ende Januar.

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Operative Durchbrüche bei Lynx-Lieferungen und Laser-Technologie sichern den Cashflow

Abseits der Zukunftsmusik schafft Rheinmetall operative Fakten in der Ukraine-Hilfe. Mitte Januar wurden die ersten fünf Schützenpanzer des Typs Lynx KF41 ausgeliefert. Der Auftrag im zweistelligen Millionenbereich wird durch Bundesmittel finanziert und markiert nach Ungarn den zweiten operativen Einsatz dieses Systems.

Zusätzlich diversifiziert der Konzern sein Portfolio durch ein neues Joint Venture mit MBDA Deutschland im Bereich maritimer Laserwaffen. Fundamental untermauert wird der Kurs durch einen erweiterten Rahmenvertrag für 30mm-Munition, der bis 2029 rund eine Milliarde Euro in die Kassen spülen soll.

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