Die Nachfrage nach Gold hat im Jahr 2025 einen bemerkenswerten Höhepunkt erreicht, da insgesamt 5.002 Tonnen des Edelmetalls weltweit nachgefragt wurden, wie der World Gold Council (WGC) bekanntgab. Dieser dramatische Anstieg der Nachfrage ist vor allem auf die zunehmende Unsicherheit in der Weltwirtschaft zurückzuführen, die viele Investoren dazu veranlasst hat, in den sicheren Hafen Gold zu investieren. Die Investitionen in Gold summierten sich auf beeindruckende 555 Milliarden US-Dollar, was gegenwärtig etwa 463 Milliarden Euro entspricht.
Ein signifikanter Treiber dieses Booms waren die Gold-ETFs, deren Bestände sich 2025 um beträchtliche 801 Tonnen erhöhten. Auch der physische Besitz von Gold erfuhr einen starken Anstieg, da Anleger in großem Umfang Barren und Münzen im Gesamtwert von 1.374 Tonnen erwarben. Besonders in China und Indien war ein dynamischer Anstieg der physischen Goldnachfrage zu beobachten, wobei beide Länder mehr als die Hälfte des globalen Wachstums in diesem Segment ausmachten. Louise Street, Analystin beim WGC, kommentierte: "In einer Welt voller wirtschaftlicher und geopolitischer Risiken sind Goldinvestitionen zur Gewohnheit geworden."
Auch die Zentralbanken spielten bei der steigenden Goldnachfrage eine entscheidende Rolle. In dem Bestreben, ihre Reserven zu diversifizieren und sich unabhängiger vom US-Dollar zu machen, wird angenommen, dass sie ihre Goldreserven um 863 Tonnen aufstockten. Im Gegensatz dazu erlitt der Schmucksektor aufgrund des hohen Goldpreises einen Rückgang in der Nachfrage.
Stephen Innes von SPI Asset Management betonte, dass der Wert der in Zentralbanktresoren gehaltenen Goldreserven mittlerweile den der von Notenbanken als Reserve gehaltenen US-Staatsanleihen übersteigt. Dies ist weniger auf erhebliche Neukäufe zurückzuführen als vielmehr auf den signifikanten Anstieg des Goldpreises.
Das Angebot an Gold hat im Jahr 2025 ebenfalls zugenommen. Die Minenproduktion verzeichnete mit 3.672 Tonnen ein neues Rekordhoch. Trotz des hohen Goldpreises stiegen die Recyclingaktivitäten jedoch nur leicht um drei Prozent an.
Der Goldpreis zeigt weiterhin einen starken Aufwärtstrend. An der Londoner Metallbörse ist der Preis für eine Feinunze Gold auf 5.595 Dollar gestiegen, was innerhalb eines Tages einen Zuwachs von etwa drei Prozent bedeutet. Seit Beginn des Jahres hat sich der Goldpreis um 30 Prozent erhöht, nachdem er bereits im Vorjahr um 65 Prozent zulegte. Somit setzt sich der Höhenflug des Goldpreises unvermindert fort, angetrieben durch makroökonomische Unsicherheiten und das Streben nach sicheren Anlageformen.