15. April, 2026

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Rekordjagd des Dax geht weiter: Hoffnung auf Zinssenkungen beflügelt die Börse

Rekordjagd des Dax geht weiter: Hoffnung auf Zinssenkungen beflügelt die Börse

Die Rekordfahrt des Dax setzt sich ungebremst fort. Mit einem beherzten Sprung über die 18.700-Punkte-Grenze zum Wochenabschluss bestätigt der Leitindex seine positive Dynamik. Getragen von der zunehmenden Erwartung baldiger Zinssenkungen in den USA und unterstützt durch geringe Handelsvolumen aufgrund des Brückentags nach Christi Himmelfahrt, erfährt der Dax einen weiteren Schub. Eine Handvoll Aufträge genügt bereits, um den Index an solchen Tagen merklich zu bewegen.

Am Morgen notierte der Dax bereits um 0,52 Prozent höher bei 18.784,52 Punkten und nahm damit Kurs auf die nächste Markte von 18.800 Punkten. Für die zweite Mai-Woche zeichnet sich ein sattes Plus von 4,4 Prozent ab. Auch der MDax der mittelgroßen Unternehmen konnte mit einem Zuwachs von 0,29 Prozent auf 26.786,07 Punkte punkten. Über den nationalen Rahmen hinaus gewann der EuroStoxx 50, das wichtigste Börsenbarometer der Eurozone, 0,45 Prozent dazu und kletterte auf 5.077,10 Punkte.

Der Impuls für die jüngste Höchstmarke kam bereits am Vortag. Positive Wirtschaftsdaten aus China und die unerwartet gestiegenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA, die als Indikator einer potenziellen Entspannung am Arbeitsmarkt interpretiert werden können, verhalfen dem Dax nahezu an die 18.700-Punkt-Marke. Diese Signale könnten für die US-Notenbank ausschlaggebend sein, das Inflationsumfeld positiver einzuschätzen und eine baldige Zinssenkung in Erwägung zu ziehen.

Unter den Einzelwerten ragten insbesondere Zalando und Munich Re heraus, beeinflusst von aktuellen Analystenbewertungen. Der Online-Modehändler Zalando schoss mit einem Plus von 3,2 Prozent an die Spitze des Dax, gestärkt durch eine Empfehlung der Berenberg Bank, die positive Anzeichen bei der Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie identifizierte. Auch die Aktien der Munich Re verbuchten mit einem Anstieg von 1,7 Prozent beachtliche Gewinne, motiviert durch eine Hochstufung auf "Buy" durch die Analystin Freya Kong von der Bank of America, die ein ambitioniertes Kursziel von 530 Euro festsetzte und damit die Prognosen anderer Finanzinstitutionen in den Schatten stellte. Den gegenläufigen Weg beschritt indes Symrise, deren Anteilsscheine nach einer Herabstufung auf "Hold" durch Berenberg um 1,8 Prozent nachgaben. Die Analystin Samantha Darbyshire verwies dabei auf den zunehmenden Preisdruck im Segment der Nahrungszusätze für Haustiere, ein entscheidender Geschäftsbereich des Aromen- und Duftstoffherstellers.

Börsianer dürfen sich angesichts der aktuellen Entwicklung auf spannende Zeiten einstellen, die sowohl die Aussicht auf makroökonomische Veränderungen als auch Analystenbewertungen einzelner Unternehmen mit besonderem Interesse verfolgen.