05. März, 2026

Wirtschaft

Qantas ringt nach Geisterflügen um Verbrauchervertrauen

Qantas ringt nach Geisterflügen um Verbrauchervertrauen

In einer bemerkenswerten Einigung zahlt die australische Fluglinie Qantas eine beträchtliche Summe für den Verkauf von Tickets für gestrichene Flüge nach dem Covid-Lockdown. In einer Vereinbarung mit der Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) akzeptierte die Airline eine Strafe von 100 Millionen Australischen Dollar als Antwort auf die Vorwürfe, sie hätte gegen das Verbraucherschutzrecht verstoßen. Qantas, die Fluggesellschaft mit dem ikonischen Känguru im Emblem, kündigte diesen Schritt in einer Pressemitteilung am Montag an.

Neben der Wettbewerbsstrafe wird sich Qantas mit weiteren 20 Millionen Australischen Dollar an die über 86.000 Kunden wenden, denen Beträge zwischen 225 und 450 Dollar als Entschädigung zugesprochen werden sollen. In der Hauptsache betraf dies Inlandsverbindungen, die noch lange nach ihrer Annullierung zum Verkauf standen. Die rechtlichen Auseinandersetzungen mit der ACCC hatten ihren Ursprung in diesen so genannten 'Geisterflügen' im vergangenen Jahr.

Vanessa Hudson, CEO von Qantas, bezog offen Stellung zu den Vorfällen: 'Dies ist ein bedeutsamer Schritt, um das beschädigte Vertrauen in unsere nationale Airline wieder aufzubauen. Wir gestehen ein, dass wir unsere Kunden enttäuscht und unsere eigenen Ansprüche nicht erfüllt haben, als wir nach Unterbrechung durch die Pandemie unseren Betrieb wieder aufnahmen.' Qantas habe aus den Erfahrungen gelernt, tiefgreifendes Bedauern ausgesprochen und investiere nun in neue Technologie, um zu gewährleisten, dass ein solcher Fall sich nicht wiederhole.