Die australische Polizei hat das Büro von PwC in Sydney durchsucht, um mögliche Verwicklungen eines ehemaligen Partners zu untersuchen, der sensible Regierungspläne an das Unternehmen und dessen Klienten weitergegeben haben soll. Die Untersuchung erfolgt in einem ohnehin schon hitzigen Umfeld, nachdem ein parlamentarisches Gremium die interne Weitergabe der Daten und deren Verschleierung bei PwC aufgedeckt hatte. Nach Angaben eines Sprechers von PwC Australien handelt es sich bei der Durchsuchung um einen weiteren Schritt in der laufenden Untersuchung eines historischen Steuerfalls, der sich gegen frühere Mitarbeiter des Unternehmens richtet. PwC Australien betonte, dass man eng mit der australischen Bundespolizei kooperiere und diese Unterstützung fortsetzen werde. Weitere Kommentare wolle man aus Respekt für die Arbeit der Behörden nicht abgeben. Die Polizeiuntersuchungen gegen das zur 'Big Four' zählende Unternehmen begannen im Jahr 2023, nachdem es aufgrund der Vorfälle zu personellen Konsequenzen kam. Verschiedene Partner, darunter der frühere CEO von PwC Australien, Tom Seymour, verloren in diesem Zusammenhang ihren Posten. Dies führte schließlich auch zu einem Notverkauf des profitablen Geschäftszweigs der Regierungsberatung für einen australischen Dollar. Der aktuelle CEO Kevin Burrowes hatte sich bereits im letzten Jahr bei einer parlamentarischen Untersuchung für die Panne bei den verantwortlichen Senatoren entschuldigt.
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PwC Australien unter Druck: Polizei durchsucht Büro in Sydney