14. Februar, 2026

Health

Positive Resonanz auf neues Organspende-Register

Positive Resonanz auf neues Organspende-Register

Rund einen Monat nach der Einführung des zentralen Online-Registers zur Organspende ist das Echo überaus positiv: Fast 100.000 Menschen haben ihre Entscheidung zur Organspende bereits eingetragen. Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als Verantwortlicher des Portals verlauten ließ, umfasst das Register mittlerweile 97.858 Erklärungen. Die Webseite, zugänglich unter www.organspende-register.de, startete am 18. März und ermöglicht es Interessierten ab 16 Jahren, ihre Spendebereitschaft zu dokumentieren - egal ob dafür oder dagegen.

Für die Registrierung wird momentan ein Ausweis mit Onlinefunktion benötigt. Positive Aspekte dieser neuen Option sind, dass die Angaben freiwillig, kostenlos und jederzeit abänderbar sind. Parallel dazu behalten auch herkömmliche Dokumente wie Organspendeausweise ihre Gültigkeit. Ab dem 1. Juli sollen Krankenhäuser, die Organe entnehmen, die Möglichkeit haben, bereits im System hinterlegte Angaben zu suchen und abzurufen. Eine weitere Innovation in Form direkter Eintragungsmöglichkeiten via Apps der Krankenkassen ist für den 30. September geplant.

Dieses Online-Register bildet das Herzstück eines Gesetzes, das 2020 vom Bundestag beschlossen wurde. Ein Ziel dieses Gesetzes ist es, die Dokumentation einer Spendebereitschaft zu vereinfachen und zu fördern. Die Notwendigkeit für solche Maßnahmen wird durch die Statistiken der Deutschen Stiftung Organtransplantation unterstrichen, welche trotz eines Anstiegs der Organspenden im vergangenen Jahr auf insgesamt 965 Menschen (96 mehr im Vergleich zum Vorjahr) immer noch eine hohe Zahl von rund 8400 Patienten in den Wartelisten für eine Transplantation verzeichnen.

Das Register bietet fünf verschiedene Erklärungsoptionen für die Bürgerinnen und Bürger:

1. Zustimmung zur Entnahme von Organen und Gewebe nach dem Tod

2. Teilzustimmung mit Ausnahme bestimmter Organe/Gewebe

3. Zustimmung zur Entnahme ausschließlich ausgewählter Organe/Gewebe

4. Die Entscheidung über die Organspende einer benannten Person überlassen

5. Widerspruch gegen die Entnahme von Organen oder Geweben