01. Mai, 2026

Wirtschaft

Positive Prämienentwicklung verhilft Allianz zu starkem Jahresauftakt

Positive Prämienentwicklung verhilft Allianz zu starkem Jahresauftakt

Die Allianz Versicherung konnte mit verbesserten Prämien im Segment Schaden- und Unfall eine überaus positive Bilanz für das erste Quartal ziehen. Mit einem operativen Gewinn von annähernd vier Milliarden Euro übertraf der Versicherer die Ergebnisse des Vorjahres um sieben Prozent, wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht. Vorstandschef Oliver Bäte betont die Stabilität des DAX-Konzerns und zeigt sich zuversichtlich, die angestrebte operative Gewinnspanne zwischen 13,8 und 15,8 Milliarden Euro im Gesamtjahr zu erreichen.

Trotz der guten Nachrichten musste die Allianz-Aktie an der Börse einen Dämpfer hinnehmen und fiel um etwa ein Prozent. Ein Wertverlust, der die Aktie knapp oberhalb der Jahreswende positioniert. Die Hochphase Anfang April mit einem Kurs von 280 Euro scheint bereits in Distanz gerückt, wenngleich das historische Maximum von über 396 Euro aus dem Jahr 2000 noch außer Reichweite liegt.

Vom Experten Will Hardcastle bei der UBS erhält die Allianz trotz eines grundsätzlich starken Starts einige Kritikpunkte: Sowohl Basisschadenquote als auch Solvabilitätsquote konnten nicht vollends überzeugen und sank von 206 auf 203 Prozent.

Ein Umsatzplus von fünf Prozent auf 48,4 Milliarden Euro im ersten Quartal fußt vor allem auf Preisanpassungen im Schaden- und Unfallgeschäft. Der den Aktionären zustehende Überschuss konnte sogar um 22 Prozent auf fast 2,5 Milliarden Euro gesteigert werden – nicht zuletzt dank des Rückgangs der durch Naturschäden verursachten Kosten sowie einer Erhöhung der Kapitalerträge in dieser Sparte.

Eine wesentliche Rolle für den Erfolg spielt die Preispolitik der Allianz, besonders da Reparaturkosten für Automobile und Immobilien deutlich zugenommen haben. Neue Maßnahmen wie die Verwendung von Ersatzteilen auf dem Gebrauchtmarkt helfen, Ausgaben weiterhin in Schach zu halten.

Die Lebens- und Krankenversicherungssparte hingegen verzeichnete ein konstantes Ergebnis von 1,3 Milliarden Euro, konnte aber den Wert des Neugeschäfts von 1 Milliarde auf 1,3 Milliarden Euro steigern.

Einen Anstieg des verwalteten Kapitals verzeichneten die Allianz-Töchter Pimco und Allianz Global Investors. Den Fondsgesellschaften gelang es, mehr als 34 Milliarden Euro im ersten Quartal einzusammeln, was mehr als erwartet war, mit dem Großteil in festverzinsliche Wertpapiere fließend. Insgesamt erreichte das verwaltete Vermögen der Gesellschaften fast 1,8 Billionen Euro, was wiederum zur einer gesteigerten operativen Gewinnmarge um sieben Prozent auf 773 Millionen Euro beitrug.