02. Januar, 2026

Unternehmen

Porsche prüft Bugatti-Deal: Milliardenverkauf im Fokus

Bei Porsche rückt eine bislang wenig beachtete Beteiligung ins Rampenlicht. Der Sportwagenhersteller prüft laut Insidern den Verkauf seiner Anteile an Bugatti Rimac und der Rimac Group – ein möglicher Milliardenpoker mit strategischer Tragweite.

Porsche prüft Bugatti-Deal: Milliardenverkauf im Fokus
Porsche erwägt den Verkauf seiner Bugatti- und Rimac-Beteiligungen. Ein Deal von über einer Milliarde Euro steht im Raum.

Bugatti Rimac im Schaufenster

Porsche AG hält derzeit 45 Prozent am Joint Venture Bugatti Rimac, das seit 2021 die traditionsreiche Marke Bugatti verantwortet. Die Mehrheit von 55 Prozent liegt bei der kroatischen Rimac Group um Gründer Mate Rimac.

Nach Informationen aus Finanzkreisen prüft Porsche den Ausstieg aus diesem Gemeinschaftsunternehmen. Als potenzielle Käufer gelten die Finanzinvestoren HOF Capital und BlueFive Capital, die offenbar ein gemeinsames Angebot vorbereiten. Mit einem Verkauf würde Porsche den direkten Zugriff auf eine der ikonischsten Supersportwagenmarken der Welt aufgeben.

Mehr als nur Bugatti betroffen

Die Gespräche gehen offenbar über Bugatti Rimac hinaus. Diskutiert wird auch ein Verkauf von Porsches Beteiligung an der Rimac Group selbst. Diese lag nach mehreren Kapitalrunden zuletzt bei rund 20 bis 24 Prozent.

Damit stünde für Porsche nicht nur Bugatti zur Disposition, sondern auch der Zugang zu Rimacs Know-how in den Bereichen Hochleistungs-Elektroantriebe und Batterietechnologie. Genau diese Technologie galt bislang als strategisch wertvoll für die Elektrifizierungspläne des Sportwagenherstellers.

Bewertung jenseits der Milliardengrenze

Die kolportierte Bewertung des Gesamtpakets liegt bei mehr als einer Milliarde Euro. In einzelnen Szenarien ist sogar von rund 1,2 Milliarden US-Dollar die Rede. Teil der Überlegungen ist offenbar auch frisches Kapital für die Rimac Group, um deren weiteres Wachstum zu finanzieren.

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Rimac bestätigte laufende Gespräche über die künftige Eigentümerstruktur, betonte jedoch, dass noch keine Einigung erzielt sei. Porsche äußerte sich bislang nicht offiziell zu den Plänen.

Strategische Gründe für den möglichen Ausstieg

Hinter dem Prüfauftrag steht eine klare strategische Abwägung. Bugatti ist prestigeträchtig, aber extrem kapitalintensiv und operativ komplex. Gleichzeitig richtet Porsche den Fokus stärker auf das eigene Kerngeschäft und auf Projekte mit klar kalkulierbaren Renditen.

Ein Verkauf würde Mittel freisetzen, die Bilanz vereinfachen und Managementkapazitäten schonen. Angesichts des anspruchsvollen Marktumfelds für Premium- und Sportwagen könnte dies ein Schritt zu mehr finanzieller Flexibilität sein.

Prestige gegen Profitabilität

Der mögliche Bugatti-Deal zeigt, wie konsequent Porsche derzeit sein Portfolio überprüft. Ein Verkauf wäre ein Abschied von viel automobilen Glanz – könnte sich aus finanzieller Sicht jedoch als rationaler Schritt erweisen. Ob und zu welchen Konditionen der Milliardenpoker endet, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden.

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