Der ehemalige britische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Peter Mandelson, hat kürzlich seine Mitgliedschaft in der Labour-Partei beendet. Diese Entscheidung folgt auf neue Vorwürfe, die seine Verbindung zu dem berüchtigten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein betreffen, so berichtet die Nachrichtenagentur PA. In einem offiziellen Schreiben an die Parteiführung äußerte Mandelson den Wunsch, der Labour-Partei weitere Peinlichkeiten zu ersparen.
In der britischen Regierung mehren sich die Stimmen, die Veränderungen im parlamentarischen System anstreben. Premierminister Keir Starmer, repräsentiert durch einen Regierungssprecher, deutete an, dass Mandelson erwägen sollte, auf seine Adelstitel und seinen Sitz im britischen Oberhaus zu verzichten. Der Premierminister betonte jedoch, dass hierfür ein neues Gesetz nötig wäre, da dies nicht in seiner Macht läge.
Die neuesten Enthüllungen aus Dokumenten der US-Justiz werfen weiteres Licht auf Mandelsons Beteiligung an Epsteins Machenschaften. Diese Dokumente legen den Fokus auf finanzielle Transaktionen, die mit Epstein in Verbindung stehen. Mandelson selbst bestreitet energisch jegliche Erinnerung an den Erhalt solcher Gelder und bezeichnet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe als haltlos. Nichtsdestotrotz hat er den Entschluss gefasst, sich aus der Labour-Partei zurückzuziehen, um den laufenden Untersuchungen nicht im Wege zu stehen.
Die Verstrickungen im Epstein-Skandal haben weitreichende Auswirkungen, die sowohl die gesellschaftliche Elite in den USA als auch in Großbritannien erschüttern. Besonders brisant: Auch hochrangige Mitglieder des britischen Königshauses, darunter Andrew Mountbatten-Windsor, der Bruder von König Charles III., waren in den Skandal verwickelt und wurden daraufhin ihrer Titel und Ehren enthoben. Diese Enthüllungen verdeutlichen die weitreichenden Folgen der Affäre und unterstreichen die Bedeutung einer gründlichen Aufklärung der Vorfälle.