02. Januar, 2026

Politik

Pistorius fordert Unterstützung: Neuer Wehrdienst soll Bundeswehr stärken

Am Beginn der Umsetzung des neu eingeführten Wehrdienstes in Deutschland steht ein eindringlicher Appell des Verteidigungsministers Boris Pistorius, der die Nation zur umfassenden Unterstützung der Bundeswehr auffordert. In gemeinsamer Übereinstimmung mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, unterstreicht der SPD-Politiker die entscheidende Bedeutung dieses Unterfangens für die Einsatzbereitschaft und die Zukunftsfähigkeit der deutschen Streitkräfte. Der übermittelte Tagesbefehl, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, verdeutlicht die strategische Bedeutung des Wehrdienstes hinsichtlich der nationalen Sicherheit.

Mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 1. Januar reagiert Deutschland auf veränderte sicherheitspolitische Rahmenbedingungen der NATO sowie die zunehmende Bedrohung durch Russland. Das zentrale Ziel dieser Initiative ist es, die Zahl aktiver Soldatinnen und Soldaten um 80.000 zu erhöhen und gleichzeitig eine beträchtliche Reserve von 200.000 Personen zu etablieren. Im Zuge dieses Vorhabens werden in den kommenden Monaten die ersten Freiwilligen ihren Dienst antreten. Dies erfolgt nach einer umfassenden Eignungs- und Bereitschaftserhebung, die mittels Fragebögen an insgesamt 700.000 Bürgerinnen und Bürger des Geburtsjahrgangs 2008 durchgeführt wurde.

Der Verteidigungsminister und der Generalinspekteur betonen nachdrücklich die Notwendigkeit, den Wehrdienst attraktiv und herausfordernd zu gestalten, um eine langfristige Bindung an die Streitkräfte zu fördern. Bedeutende Investitionen in die Infrastruktur sollen sicherstellen, dass der Wehrdienst auf einem soliden Fundament steht. Zu den geplanten Maßnahmen zählen verbesserte Ausrüstung, zusätzliche Unterkünfte sowie die Errichtung leistungsfähiger Musterungszentren, die eine effiziente und gründliche Rekrutierung ermöglichen.

Der neue Wehrdienst bietet, obwohl er keine Verpflichtung für Frauen vorsieht, dennoch zahlreiche freiwillige Beteiligungsmöglichkeiten mit dem Ziel, den Frauenanteil in den Streitkräften zu erhöhen. Ein politisch ausgehandelter Kompromiss sieht die regelmäßige Überprüfung der Fortschritte in diesem Bereich vor. Sollten die gesetzten Zielvorgaben des Verteidigungsministeriums nicht erreicht werden, steht es dem Bundestag frei, die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht als Alternative zu erwägen.