16. Januar, 2026

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Pekings größter Albtraum: Dieser fatale Fehler kostet Xi die Macht in Asien

China wollte Japan und Südkorea spalten, doch erreicht das genaue Gegenteil. Eine unerwartete Allianz formiert sich gegen die Volksrepublik.

Pekings größter Albtraum: Dieser fatale Fehler kostet Xi die Macht in Asien
Statt Spaltung nun Einigkeit: Warum Japans und Südkoreas Regierungschefs trotz Differenzen zusammenrücken und was das für China bedeutet.

Xi Jinpings geopolitisches Kalkül ist mit einem lauten Knall gescheitert. Der Plan der chinesischen Führung war simpel wie perfide: Man treibe einen Keil zwischen die US-Verbündeten Japan und Südkorea, isoliere Tokio durch aggressiven Druck und ködere Seoul mit wirtschaftlichen Zugeständnissen.

Das Ergebnis dieser Strategie ist eine diplomatische Katastrophe für Peking. Statt sich voneinander zu entfernen, demonstrieren Japan und Südkorea einen Schulterschluss, der noch vor wenigen Monaten als politische Utopie galt.

Die Bilder des jüngsten Gipfeltreffens sprechen eine deutliche Sprache. Japans konservative Hardlinerin Sanae Takaichi und Südkoreas linker Präsident Lee Jae Myung trommelten gemeinsam zu K-Pop-Rhythmen der Boyband BTS und besuchten demonstrativ den historischen Horyu-Tempel.

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Geopolitische Zwänge begraben jahrzehntealte ideologische Gräben

Diese Inszenierung ist weit mehr als kulturelle Folklore. Sie markiert eine drastische Verschiebung der Machtbalance in Ostasien. Takaichi vertritt das ultrakonservative Lager Japans, Lee stammt aus der linken politischen Ecke Koreas – eine Konstellation, die historisch für Eiszeit stand.

Doch die Bedrohungslage lässt keinen Raum mehr für persönliche Animositäten. Peking versucht massiv, den Einfluss der USA in der Region zurückzudrängen. Die Reaktion der beiden Nachbarn ist eine Flucht nach vorn in eine vertiefte Kooperation.

Jeremy Chan von der Eurasia Group analysiert die Lage treffend: Chinas Versuch, die beiden Nationen gegeneinander auszuspielen, greift nicht. Im Gegenteil: Die Zusammenarbeit wird intensiviert. Strategische Überlegungen verdrängen die Ideologie.

Südkoreas Präsident vollzieht eine radikale Kehrtwende in der Außenpolitik

Besonders bemerkenswert ist die Wandlung von Präsident Lee. Einst ein scharfer Kritiker der Annäherungspolitik seines Vorgängers Yoon Suk Yeol, agiert er nun als treibende Kraft einer pragmatischen Diplomatie.

Lee mahnt zur Eile. Die internationale Ordnung verändert sich rasant, und Seoul kann es sich nicht leisten, in alten Mustern zu verharren. Die Wiederbelebung der „Shuttle-Diplomatie“ – der enge und regelmäßige Austausch hoher Regierungsbeamter – ist das direkte Resultat dieser Einsicht.

Der Zeitpunkt ist dabei kein Zufall. Nur eine Woche vor dem Schulterschluss mit Takaichi besuchte Lee die Volksrepublik. Während Peking ihn mit Geschenken überhäufte, verschärfte es gleichzeitig den Druck auf Tokio. Lee durchschaute das Spiel und signalisierte durch sein Handeln: Wir lassen uns nicht spalten.

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Die gemeinsame Sicherheitslage wiegt schwerer als Pekings Drohgebärden

China hat seine Hand überspielt. Takaichi hatte bereits im November die rote Linie gezogen und einen Angriff auf Taiwan als existenzielle Bedrohung für Japan definiert. Peking warnte Lee davor, sich ähnlich zu äußern.

Zwar hält sich der südkoreanische Präsident verbal zurück, doch die Vertiefung der Allianz mit Japan spricht Bände. Professor Ryo Sahashi von der Universität Tokio wertet es als entscheidendes Signal, dass Lee trotz der chinesischen Warnungen keine Distanz zu Japan suchte.

Chun In Bum, ehemaliger Chef des südkoreanischen Sonderkommandos, bringt die Motivation auf den Punkt: Die Sicherheitsherausforderungen gleichen sich zunehmend an. Nordkoreas Raketenprogramm, chinesische Vorstöße bei den Senkaku-Inseln und Druckkampagnen gegen Taiwan bedrohen beide Nationen gleichermaßen.

Existenzielle Risiken schweißen die ehemaligen Rivalen dauerhaft zusammen

Natürlich bleiben Belastungsfaktoren bestehen. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von China ist für beide Länder eine Achillesferse, die Peking jederzeit für Strafmaßnahmen nutzen kann. Auch die historischen Territorialstreitigkeiten um unbewohnte Inseln sind nicht gelöst, sondern nur vertagt.

Dennoch überwiegt der Realismus. Weder Seoul noch Tokio können die Erosion der regelbasierten Ordnung allein aufhalten. Der externe Druck, den Xi Jinping eigentlich als Waffe nutzen wollte, wirkt nun als der stärkste Klebstoff für eine Allianz, die China um jeden Preis verhindern wollte.

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