23. September, 2026

Parkinsonsche Gesetze

Parkinsonsche Gesetze, auch bekannt als Parkinson's Law, wurden erstmals im Jahr 1955 von dem britischen Historiker und Autor Cyril Northcote Parkinson formuliert. Diese Gesetze beziehen sich auf das Phänomen, dass Arbeit sich in dem Maße ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.

Parkinson stellte fest, dass Mitarbeiter dazu tendieren, Zeit und Ressourcen für eine Aufgabe zu nutzen, unabhängig von der tatsächlichen Komplexität oder Wichtigkeit der Aufgabe. Dabei spielt insbesondere die Bürokratie eine entscheidende Rolle. Je größer eine Organisation wird, desto mehr bürokratische Strukturen entstehen, um den wachsenden Bedarf an Kontrolle und Koordination zu bewältigen. Dies führt zu einem ineffizienten Arbeitsprozess, da Entscheidungswege verlängert und bürokratische Hürden aufgebaut werden.

Ein Beispiel für Parkinsonsche Gesetze in der Finanzbranche ist die Regel, dass Projekte häufig länger dauern als geplant und das Budget überschreiten. Dies liegt daran, dass der Zeitrahmen und das Budget in der Regel großzügig geplant werden, um unerwartete Aufgaben oder Schwierigkeiten zu berücksichtigen. Die Mitarbeiter passen sich jedoch oft an diesen großzügigen Zeitrahmen an und nutzen die zusätzliche Zeit ineffizient, was zu langen Verzögerungen führt.

Parkinsonsche Gesetze können auch in der Beziehung zwischen Vorgesetzten und Untergebenen beobachtet werden. Wenn einem Mitarbeiter eine bestimmte Aufgabe zugewiesen wird, aber keine klaren Fristen gesetzt werden, wird der Mitarbeiter tendenziell mehr Zeit damit verbringen, die Aufgabe zu erledigen, als tatsächlich erforderlich ist.

Um den Auswirkungen der Parkinsonschen Gesetze entgegenzuwirken, können Unternehmen effektive Zeitmanagementstrategien implementieren, klare Zielvorgaben und Fristen setzen sowie die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Teammitgliedern verbessern. Das Verständnis und die Anwendung dieser Prinzipien können dazu beitragen, die Effizienz in der Organisation zu steigern und die Produktivität zu verbessern.

Insgesamt sind die Parkinsonschen Gesetze ein wichtiger Aspekt, den Investoren und Unternehmen berücksichtigen sollten. Durch das Verständnis dieser Gesetze können sie ihre Arbeitsabläufe optimieren und Ressourcen effizienter nutzen, um bessere Ergebnisse zu erzielen.