Die Zentralbank Pakistans hat am Montag ihren Leitzins um 200 Basispunkte auf 13 Prozent gesenkt – ein erneuter, mutiger Schritt zur Belebung der stockenden Wirtschaft bei nachlassender Inflation. Damit hat Pakistan in diesem Jahr die aggressivsten Zinssenkungen unter den Schwellenländern durchgeführt, wenn man einige Ausreißer wie Argentinien ausnimmt.
Die geldpolitische Kommission der Zentralbank erklärte, dass die maßvollen Zinssenkungen dazu beitragen, den Inflations- und Außenwirtschaftsdruck im Zaum zu halten und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum auf nachhaltige Weise zu fördern. Die Notenbank geht davon aus, dass die Inflation im Jahr 2025 deutlich unter der früheren Prognosespanne von 11,5 % bis 13,5 % liegen wird.
Dennoch warnte die Bank vor Risiken für den Inflationsausblick, darunter Maßnahmen zur Deckung von Steuerausfällen der Regierung sowie Nahrungsmittelinflation und steigende globale Rohstoffpreise. In der nahen Zukunft könnte die Inflation noch schwanken, bevor sie sich im Zielkorridor stabilisiert.
Pakistan manövriert sich durch einen schwierigen wirtschaftlichen Erholungsprozess, gestützt von einem Rettungspaket des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von sieben Milliarden US-Dollar, das im September vereinbart wurde. Weitere erhebliche Anstrengungen und Maßnahmen seien nötig, um das jährliche Einnahmeziel des Landes zu erreichen – ein zentraler Punkt im IWF-Abkommen.
Der Schritt am Montag folgt auf Zinssenkungen von 150 Basispunkten im Juni, 100 im Juli, 200 im September und einem Rekordabbau von 250 Basispunkten im November. Seit Juni summieren sich die Zinssenkungen auf insgesamt 900 Basispunkte.