Die USA avancieren zum zentralen Wachstumstreiber für die RENK Group AG
Der Augsburger Antriebsspezialist RENK forciert seine globale Expansionsstrategie mit einer signifikanten Kapitalallokation in den Vereinigten Staaten. In einer konzertierten Aktion mit der Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, kündigte CEO Alexander Sagel ein Investitionsvolumen von insgesamt 150 Millionen US-Dollar an.
Der Zeitrahmen für diese Offensive erstreckt sich von 2024 bis 2030. Die Aufschlüsselung der Mittel zeigt einen klaren Fokus auf technologische Führung: 80 Millionen US-Dollar fließen direkt in Forschung und Entwicklung (R&D), während 70 Millionen US-Dollar für den Ausbau von Sachanlagen reserviert sind.
„Diese Investitionen stärken nicht nur die industrielle Basis Michigans, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur nationalen Sicherheit der USA“, so Gouverneurin Gretchen Whitmer.
Strategische M&A-Optionen könnten die Bewertung weiter in die Höhe treiben
Neben dem organischen Wachstum durch die Schaffung von bis zu 270 neuen Arbeitsplätzen signalisiert das Management eine aggressive anorganische Wachstumsstrategie. CEO Sagel prüft explizit weitere Fusionen und Übernahmen im Bundesstaat Michigan.
Diese Ankündigung ist ein klares Indiz dafür, dass RENK seine Marktposition bei militärischen Mobilitätssystemen in den USA nicht nur festigen, sondern dominieren will. Bereits jetzt beschäftigen die Töchter RENK America und Horstman über 540 Mitarbeiter in der Region.
Das positive Marktumfeld beschert der Aktie deutliche Kursgewinne
Die Börse reagierte prompt auf die Nachrichten aus Übersee. Gestützt durch ein allgemein starkes Rüstungsumfeld und NATO-Großaufträge bei Wettbewerbern wie Rheinmetall, verzeichnete die RENK-Aktie Kursaufschläge und kletterte zeitweise auf 57,69 Euro.
Analytisch betrachtet reduziert die stärkere US-Präsenz Währungsrisiken und sichert den direkten Zugang zum weltweit größten Verteidigungsbudget. Die Aktie bleibt damit ein fokussiertes Investment im Sektor.

