23. Februar, 2026

Märkte

Buffetts Japan-Beben: Mit diesem Geheim-Plan vervierfachte das Orakel sein Milliarden-Vermögen

Während die Wall Street zögerte, zündete Warren Buffett im fernen Osten eine Rendite-Bombe. In nur sechs Jahren verwandelte Berkshire Hathaway mickrige 6 Milliarden in unglaubliche 30 Milliarden US-Dollar.

Buffetts Japan-Beben: Mit diesem Geheim-Plan vervierfachte das Orakel sein Milliarden-Vermögen
Der geniale Yen-Hebel: So finanzierte Warren Buffett seine Japan-Investments und profitierte von den Reformen unter Premierministerin Takaichi.

Warren Buffett hat es wieder getan: In einem Alter, in dem andere längst den Ruhestand genießen, hat das „Orakel von Omaha“ einen der spektakulärsten Coups seiner Karriere gelandet. Während die Welt gebannt auf US-Tech-Werte starrte, kaufte Buffett still und leise den japanischen Markt leer.

Die Bilanz im Februar 2026 liest sich wie ein Märchen der Hochfinanz: Aus einem Einsatz von rund 6,25 Milliarden Dollar im Jahr 2020 wurde ein Portfolio, das heute über 30 Milliarden Dollar schwer ist. Es ist die Bestätigung einer Strategie, die auf Geduld, Unterbewertung und einem fast schon unverschämten finanziellen Hebel basiert.

Die fünf Samurai des Portfolios bescheren Berkshire Hathaway einen historischen Geldregen

Der Kern des Erfolgs liegt in den sogenannten „Sogo Shosha“, den fünf großen japanischen Handelshäusern Mitsubishi, Mitsui & Co., Itochu, Marubeni und Sumitomo. Diese Firmen sind keine bloßen Händler; sie sind diversifizierte Imperien, die von Energie über Rohstoffe bis hin zu Konsumgütern alles kontrollieren. Buffett erkannte früh, dass diese Giganten massiv unterbewertet waren, während sie gleichzeitig stabile Cashflows generierten. Es war der klassische Value-Ansatz, jedoch mit einem internationalen Twist, den viele Marktteilnehmer völlig unterschätzt hatten.

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In den Jahren 2023 und 2024 stockte Berkshire Hathaway die Beteiligungen konsequent auf, als der Nikkei gerade erst begann, seinen jahrzehntelangen Dornröschenschlaf zu beenden. Heute machen diese Investitionen einen signifikanten Teil des internationalen Portfolios aus. „Wir werden 10, 20 Jahre in diesen Aktien bleiben“, erklärte Buffett bereits 2023 gegenüber CNBC. Diese Langfristigkeit ist Buffetts schärfste Waffe: Während der Markt in Quartalszahlen denkt, plant Berkshire in Jahrzehnten und lässt sich von kurzfristigen Schwankungen nicht aus der Ruhe bringen.

Ein genialer Zins-Hebel lässt die Gewinne in astronomische Höhen schießen

Was Buffetts Japan-Wette jedoch von einem gewöhnlichen Investment unterscheidet, ist die Art der Finanzierung. Das Orakel nutzte die absurd niedrigen Zinsen in Japan, um sich Kapital in Yen zu leihen. Berkshire zahlte für diese Kredite lediglich rund ein Prozent Zinsen. Gleichzeitig warfen die japanischen Handelshäuser Dividendenrenditen von etwa vier Prozent ab. Das Ergebnis war eine perfekte Arbitrage: Die Dividenden deckten nicht nur die Zinskosten, sondern lieferten einen sofortigen Überschuss, während der Wert der Aktien massiv stieg.

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Dieser Hebel wirkte wie ein Brandbeschleuniger für die Rendite. Indem Buffett Schulden in der Währung aufnahm, in der er auch investierte, eliminierte er zudem einen Großteil des Währungsrisikos. Es war ein Lehrstück in moderner Finanzmathematik, das zeigt, dass Buffett auch ohne den offiziellen CEO-Titel bei Berkshire die Fäden der strategischen Kapitalallokation perfekt in der Hand hält. Während andere Investoren Angst vor den „verlorenen Jahrzehnten“ Japans hatten, sah Buffett eine einmalige Gelegenheit, billiges Geld in wertvolle Sachanlagen zu verwandeln.

Japans politische Wende unter Takaichi wird zum Turbo für den Nikkei-Rausch

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg war jedoch nicht nur Buffetts Spürsinn, sondern auch ein radikaler politischer Kurswechsel in Tokio. Unter Premierministerin Sanae Takaichi verabschiedete Japan pro-wachstumsorientierte Maßnahmen und deregulierte weite Teile der Wirtschaft. Takaichi beendete die Ära der „übermäßigen fiskalischen Austerität“ und verschaffte sich mit einer legislativen Supermehrheit den nötigen Spielraum für ihre Agenda. Diese Reformen führten dazu, dass der japanische Aktienmarkt den S&P 500 in den letzten zwei Jahren deutlich outperformte.

Der Trend zum „Sell America“, bei dem Investoren ihre Exponierung gegenüber US-Vermögenswerten zugunsten internationaler Märkte reduzieren, spielt Buffett direkt in die Karten. Die Kombination aus stabilen japanischen Unternehmen, die ihre Governance-Strukturen verbesserten, und einer Regierung, die den Kapitalmarkt aktiv fördert, schuf ein Umfeld, in dem Berkshire Hathaway förmlich auf einer Welle des Erfolgs reiten konnte. Japan ist nicht mehr das Sorgenkind der Weltwirtschaft, sondern die neue Benchmark für Value-Investoren.

Buffetts Erfolg in Japan ist eine schallende Ohrfeige für alle, die behaupteten, internationale Diversifikation sei tot. Er hat bewiesen, dass man mit Mut und einem tiefen Verständnis für politische Rahmenbedingungen selbst in totgeglaubten Märkten Milliarden verdienen kann. Die „Japan-Wette“ wird als einer der klügsten Schachzüge in die Geschichte von Berkshire Hathaway eingehen.

Wer gegen Buffett wettet, verliert am Ende meistens – vor allem, wenn er sich mit der disziplinierten Geduld des Orakels anlegt.

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