18. Februar, 2026

Wirtschaft

Ottobock zeigt sich zuversichtlich trotz herausfordernder Marktvolatilität

Der renommierte Prothesenhersteller Ottobock erzielte im vergangenen Jahr bemerkenswerte Erfolge in Bezug auf Umsatzsteigerung und Gewinnmaximierung. Dieses positive Ergebnis ist vor allem auf innovative Produkte sowie strategische Übernahmen zurückzuführen, die das Unternehmenswachstum dynamisch unterstützten. Trotz der beeindruckenden Entwicklung gab es an der Börse kurzfristige Herausforderungen, da einige Analysten und Investoren mit noch mutigeren Ergebnissen gerechnet hatten. Diese Erwartungen führten zeitweise zu einem Druck auf den Aktienkurs.

Oliver Jakobi, der Vorstandsvorsitzende von Ottobock, zeigte sich dennoch äußerst zufrieden mit den Leistungen des Geschäftsjahres 2025. Er hob insbesondere das beachtliche zweistellige organische Wachstum hervor, das die Position des Unternehmens als Marktführer im Bereich der Prothetik weiter festigte. Ottobock, bekannt durch seine hochmodernen Prothesen sowie als technischer Unterstützer der Paralympischen Spiele, ist seit Oktober an der Börse notiert und konnte im Dezember den Aufstieg in den SDax feiern.

Die Ottobock-Aktie startete mit einem soliden Zuwachs in den Handelstag, erlebte jedoch anschließend einen Rückgang. Mit einem Rückgang von 3,6 Prozent auf 55,75 Euro gehörte sie zuletzt zu den größten Verlierern im SDax. Der aktuelle Kurs nähert sich dem Rekordtief der Vorwoche von 54,85 Euro an. Seit dem Börsendebüt zu einem Ausgabepreis von 66 Euro verzeichnet die Aktie somit einen Verlust von etwa 16 Prozent.

Henrik Paganetty, ein Analyst bei Jefferies, betonte jedoch, dass Ottobock trotz der Kursschwankungen solide Fundamentaldaten vorgelegt hat. Insbesondere die positive Entwicklung der operativen Ergebnismarge wurde hervorgehoben. Der Umsatz des Unternehmens stieg um 4,7 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro, wobei das Kerngeschäft einen bemerkenswerten Anstieg von 11,7 Prozent verzeichnete. Das bereinigte EBITDA im Kerngeschäft wuchs sogar um fast 30 Prozent auf 415,3 Millionen Euro, was einer Margenverbesserung von 3,6 Prozentpunkten auf 26 Prozent entspricht.

Im Jahr 2025 konnte Ottobock sein Produktportfolio erheblich erweitern, unter anderem durch die Einführung eines fortschrittlichen Kniegelenks und einer überarbeiteten Prothetikgeneration. Für das Jahr 2026 plant das Unternehmen Ertragssteigerungen im Kerngeschäft von fünf bis acht Prozent, wobei die bereinigte EBITDA-Marge die 26,5-Prozent-Marke übersteigen soll. Langfristig bis 2029 strebt Ottobock ein organisches Wachstum von sieben bis neun Prozent und eine weitere Margenverbesserung auf 29 bis 30 Prozent an. Diese Prognosen unterstreichen das beständige Engagement von Ottobock, seine Marktführerschaft zu behaupten und weiter auszubauen.