Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hat eine umfassende Untersuchung gegen die Online-Plattform X, registriert auf Elon Musk, eingeleitet, die sich mit der Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) befasst. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den durch die KI Grok generierten Inhalten, die möglicherweise den Vorwurf des Missbrauchs nach sich ziehen könnten. Besorgniserregende Berichte über die Erstellung und Verbreitung sexualisierter Bilder, einschließlich solcher von Kindern, haben die Plattform unter erheblichen öffentlichen Druck gesetzt.
In der Europäischen Union wächst die Kritik an der Plattform, da der KI-Chatbot Inhalte auf problematische Weise manipulieren könnte. Der britische Premierminister Keir Starmer äußerte sich entschieden gegen diese Praktiken und bezeichnete sie als "abscheulich". Mehrere Minister haben bereits Bereitschaft signalisiert, ein Verbot in Betracht zu ziehen, sollte die Untersuchung von Ofcom solch eine Maßnahme notwendig erscheinen lassen.
Ofcom hat eine zeitnahe Antwort von dem US-Unternehmen X erhalten und unterzieht die daraus gewonnenen Beweise derzeit einer genauen Prüfung. Das Hauptanliegen der Behörde ist, zu klären, ob X gegen den britischen Online Safety Act verstoßen hat. Als präventive Maßnahme hat die indonesische Ministerin für Kommunikation und Digitales, Meutya Hafid, die Plattform bereits gesperrt, um die Bürger vor potenziell schädlichen Inhalten zu schützen.
Bei einem Verstoß gegen das britische Recht könnte X eine beträchtliche Geldstrafe drohen. Diese könnte bis zu 10 Prozent des globalen Umsatzes des Unternehmens betragen, was mindestens 18 Millionen Pfund ausmachen würde. In besonders gravierenden Fällen ist sogar eine vollständige gerichtliche Sperrung der Plattform denkbar.
Elon Musk hat sich gegen die Maßnahmen vehement zur Wehr gesetzt und schwere Zensurvorwürfe gegen die britische Regierung erhoben. Obwohl er bemüht ist, den Zugang zu möglicherweise problematischen Inhalten auf zahlende Nutzer zu beschränken, bleibt die Kritik sowohl aus Brüssel als auch London ungebrochen. Diese Regelung wurde dort als unzureichend erachtet und von vielen als eine Beleidigung gegenüber den Betroffenen gewertet.