Nvidia Corporation konnte im abgelaufenen zweiten Quartal mit überragenden Geschäftszahlen aufwarten und übertraf sämtliche Erwartungen. Trotz eines beeindruckenden Umsatzwachstums von 122% im Jahresvergleich und einem Nettoertrag von 16,6 Milliarden US-Dollar fiel der Aktienkurs nach der Veröffentlichung. Die Aktie verzeichnet jedoch seit Jahresbeginn immer noch einen Anstieg von rund 150%. Der Umsatz des Chipherstellers erreichte beeindruckende 30,04 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Schätzungen von LSEG, die bei 28,7 Milliarden US-Dollar lagen. Der Nettogewinn verdoppelte sich auf 16,6 Milliarden US-Dollar, was einem Gewinn pro Aktie von 67 Cent entspricht. Auch die bereinigten Gewinne pro Aktie von 68 Cent übertrafen die Erwartungen von 64 Cent. Trotz eines leichten Rückgangs der Bruttomarge auf 75,1% blieb diese deutlich höher als im gleichen Quartal des Vorjahres. Besonders herausragend war der Umsatz im Bereich Rechenzentren, der um 154% im Jahresvergleich auf ein Rekordhoch von 26,3 Milliarden US-Dollar anstieg. Das Gaming-Segment verzeichnete ein Umsatzplus von 16% auf 2,9 Milliarden US-Dollar, während die Umsätze im Bereich Professional Visualization um 20% auf 454 Millionen US-Dollar und im Automobil- und Robotiksegment auf 346 Millionen US-Dollar stiegen. Für das aktuelle Quartal prognostiziert Nvidia einen Umsatz von 32,5 Milliarden US-Dollar und erwartet ein jährliches Wachstum von 80% durch die starke Nachfrage nach dem Hopper-Chip. Dies liegt über den Prognosen von StreetAccount, die bei 31,7 Milliarden US-Dollar lagen. Die Auslieferung des AI-Chips der nächsten Generation, Blackwell, verzögert sich jedoch und wird erst im vierten Quartal in großem Maßstab erwartet. Hierdurch sollen zusätzliche Milliarden in die Kassen gespült werden. Diese Verzögerung hat Nvidia genutzt, um Produktionsverbesserungen vorzunehmen. Bemerkenswert ist auch die zunehmende Konkurrenz im AI-Segment. Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta Platforms planen laut JPMorgan, bis Ende 2024 gemeinsam 185 Milliarden US-Dollar in AI zu investieren. Amazon arbeitet intensiv an eigenen Chip-Entwicklungen, bleibt aber weiterhin auf Nvidia-Chips angewiesen. Selbst Nvidias größter Konkurrent, Advanced Micro Devices (AMD), konnte im letzten Quartal erfolgreiche Ergebnisse verzeichnen und strebt mit gezielten Akquisitionen eine Schlüsselstellung im AI-Markt an. Nvidia bleibt jedoch uneinholbar und stärkt weiterhin seine Marktführerschaft.
KI
Nvidia überrascht mit glänzendem Quartalsbericht – Aktienkurs trotzdem im Minus