05. Juli, 2026

KI

Nvidia profitiert von globaler KI-Nachfrage

Nvidia profitiert von globaler KI-Nachfrage

Der renommierte Chiphersteller Nvidia erlebt eine explosionsartige Nachfrage nach seinen Produkten, da Länder ihre eigenen Künstliche-Intelligenz-Modelle entwickeln und dabei auf die leistungsstarken Chips von Nvidia setzen. Diese Entwicklung erfolgt parallel zum fortschreitenden Einzug von generativer KI in Unternehmen und Regierungsbehörden weltweit. Obgleich Nvidias Umsatzprognose für das dritte Quartal, die einen Anstieg der Verkäufe von KI-Chips wie dem für OpenAIs ChatGPT vorsieht, die hohen Erwartungen der Anleger nicht erfüllen konnte, verbuchte das Unternehmen eine zunehmende Zahl neuer Kunden aus aller Welt. Darunter befinden sich auch Regierungen, die nach eigenen KI-Modellen und entsprechender Hardware streben. Laut Colette Kress, Finanzvorstand von Nvidia, werden sich die Umsätze, die durch Länder mit eigenen KI-Anwendungen und Modellen generiert werden, im Geschäftsjahr bis Januar 2025 auf niedere zweistellige Milliardenbeträge belaufen. Dies stellt eine Aufwärtskorrektur gegenüber der vorherigen Prognose dar, die Umsätze im hohen einstelligen Milliardenbereich voraussagte. Für das dritte Quartal bis Oktober rechnet Nvidia mit einem Gesamtumsatz von etwa 32,5 Milliarden Dollar. Kress betonte, dass Länder auf der ganzen Welt bestrebt seien, eigene generative KI-Modelle zu entwickeln, die ihre spezifischen sprachlichen, kulturellen und datenschutzrechtlichen Anforderungen berücksichtigen. Sie nannte als Beispiel das japanische Nationale Institut für fortgeschrittene industrielle Wissenschaften und Technologien, das einen KI-Supercomputer mit Tausenden von Nvidia H200 Grafikprozessoren baut. Auch zur Stärkung der nationalen Sicherheit wird verstärkt auf KI gesetzt. Shane Rau, Analyst für Computing-Semiconductors bei IDC, erklärte, es sei für politische Einheiten, insbesondere Nationen, von Bedeutung, dass ihre KI-Modelle auf eigene, sensible Daten trainiert würden, um spezifische politische, wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Bedürfnisse zu adressieren. Während Washington 2023 seine Exportkontrollen für hochentwickelte Chips nach China verschärfte, um Durchbrüche in der KI-Technologie zu verhindern, die Chinas Militär zugutekommen könnten und damit Nvidias Verkäufe in der Region beeinträchtigen, arbeiten Unternehmen daran, die staatlichen Bestrebungen zur Errichtung regionaler KI-Plattformen zu nutzen. IBM verkündete im Mai, dass die saudi-arabische Behörde für Daten und Künstliche Intelligenz ihr arabisches Sprachmodell "ALLaM" mithilfe der IBM-KI-Plattform Watsonx trainieren werde. Bob O'Donnell, leitender Analyst bei TECHnalysis Research, hob hervor, dass Länder, die eigene KI-Modelle entwickeln möchten, weiteres Wachstumspotential für Nvidias Grafikprozessoren bieten. Dies ergänzt die bereits erheblichen Investitionen in Nvidias Hardware von großen Cloud-Anbietern wie Microsoft.