Der langanhaltende Stromausfall im Südwesten Berlins hat die Stadtverwaltung zu außergewöhnlichen Maßnahmen gezwungen. Um die Stromversorgung in den besonders betroffenen Gebieten aufrechtzuerhalten, wurden fünf mobile Notstromaggregate eingerichtet. Diese essenziellen Geräte waren in den frühen Morgenstunden aus Nordrhein-Westfalen eingetroffen, wie ein Vertreter der Berliner Feuerwehr bestätigte. Die Bereitstellung fand durch Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen statt, das damit einen wichtigen Beitrag zur Krisenbewältigung leistete.
Die stationierten Notstromaggregate verfügen über eine bemerkenswerte Leistungsfähigkeit, weshalb sie vorrangig bei der Sicherstellung kritischer Infrastrukturen eingesetzt werden. Der Schwerpunkt dieser Maßnahmen liegt insbesondere auf der Unterstützung von Pflegeeinrichtungen, die eine erhöhte Priorität genießen. Diese Einrichtungen benötigen eine kontinuierliche Stromversorgung, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, betonte ein Sprecher der Feuerwehr. Neben den Pflegeeinrichtungen sollen auch andere sensible Bereiche von der Einrichtung der Aggregate profitieren.
Der Ursache des Stromausfalls liegt in einem gezielten Brandanschlag auf eine zentrale Kabelverbindung in Steglitz-Zehlendorf, für den sich eine linksextremistische Gruppe verantwortlich zeigte. Der Vorfall führte dazu, dass anfangs etwa 45.000 Haushalte sowie 2.200 Betriebe ohne Elektrizität auskommen mussten. Auch verschiedene Einrichtungen des Gesundheitswesens zählen zu den Betroffenen, was die Dringlichkeit der Krisenmaßnahmen weiter unterstreicht.
Der Berliner Netzbetreiber Stromnetz arbeitet mit Hochdruck an der Behebung der Störung und hat verlautbart, dass die Probleme bis Donnerstagnachmittag weitgehend gelöst sein sollten. Die Instandsetzungsarbeiten erfordern jedoch sorgfältige und präzise Maßnahmen, um die Schäden vollständig zu beheben und erneute Zwischenfälle zu vermeiden. Der Vorfall hebt die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur hervor und stellt eine Herausforderung für die Sicherheitsbehörden in der Region dar.