01. Februar, 2026

Politik

Norwegische Kronprinzessin Mette-Marit im Zusammenhang mit Epstein-Skandal genannt

Die jüngsten Veröffentlichungen von Dokumenten im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den verstorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein haben erneut internationales Aufsehen erregt und werfen nun auch auf die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit einen unerwarteten Schatten. In den neu aufgetauchten Akten wird die 52-jährige Kronprinzessin Berichten zufolge Hunderte Male erwähnt. Der langjährige, wenn auch in der Vergangenheit bereits bekannte, Kontakt zwischen Mette-Marit und Epstein sorgt nun für erhöhtes Interesse und Bedenken.

Besonderes Augenmerk richtet sich auf eine Serie von E-Mails, die einen Besuch der Kronprinzessin im Jahr 2013 auf Epsteins Anwesen in Palm Beach, Florida, dokumentieren. Laut dem norwegischen Sender NRK bestätigte der Palast, dass Mette-Marit gemeinsam mit einer Freundin das Anwesen durch die Vermittlung eines gemeinsamen Freundes für vier Tage nutzte. Eine Sprecherin des norwegischen Königshauses erklärte zudem, dass während dieses Aufenthalts auch ein Treffen mit Epstein stattgefunden habe. Die Kronprinzessin hielt sich jedoch niemals auf Epsteins bekannter Privatinsel Little Saint James auf, die als Zentrum seines Missbrauchsrings betrachtet wird.

Jeffrey Epstein war über viele Jahre hinweg der Kopf eines weitreichenden Netzwerks, dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Epstein verstarb 2019 im Alter von 66 Jahren in einer Gefängniszelle, während er auf seinen Prozess wartete. Diese belastenden Enthüllungen und der historische Kontext werfen nun erneut Fragen zur Rolle prominenter Persönlichkeiten auf, die mit Epstein in Verbindung standen.

Am vergangenen Freitagabend trat Mette-Marit an die Öffentlichkeit, um Stellung zu beziehen und sich zu entschuldigen. In einer schriftlichen Erklärung räumte sie ein, versäumt zu haben, Epsteins Vergangenheit ausreichend zu hinterfragen. Sie äußerte ihr Bedauern über mögliche Fehleinschätzungen und sprach den Opfern Epsteins ihr tiefes Mitgefühl aus. Die Kronprinzessin bekräftigte, dass sie, hätte sie die schwere Natur seiner Verbrechen gekannt, jeglichen Kontakt zu ihm vermieden hätte.

Diese brisanten Enthüllungen kommen zu einem äußerst schwierigen Zeitpunkt für die königliche Familie: Ihr ältester Sohn, Marius Borg Høiby, sieht sich derzeit schwerwiegenden Anschuldigungen ausgesetzt. Ab Dienstag muss sich der 29-Jährige wegen Vorwürfen der Vergewaltigung, Misshandlung und Körperverletzung vor Gericht verantworten. Am zweiten Verhandlungstag ist seine persönliche Stellungnahme zu den erhobenen Vorwürfen zu erwarten, was zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Familie lenkt.