Die jüngsten Quartalsergebnisse von Nike geben Einblick in eine Phase der Umstrukturierung und der Anpassung an aktuelle Marktbedingungen. Der Gewinn pro Aktie fiel im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 1,04 USD auf 0,78 USD. Trotz rückläufiger Zahlen sprach Matthew Friend, Vizepräsident und Finanzvorstand, von Ergebnissen, die den Erwartungen weitgehend entsprechen. Dies sei Teil der laufenden Bemühungen, das Geschäft strategisch neu auszurichten.
Im Einzelhandel waren die Besucherzahlen und Verkäufe zunächst verhaltener als prognostiziert, insbesondere in den Monaten September und Oktober. Doch im November konnte Nike sowohl im digitalen Bereich als auch in den Geschäften einen Aufwärtstrend verzeichnen, vor allem während wichtiger Konsumentenereignisse im Quartal.
Der Umsatz von Nike ging im Berichtszeitraum um 8 Prozent auf 12,35 Milliarden USD zurück. Speziell die Nike-Marke verzeichnete einen Umsatzrückgang um 7 Prozent. Dabei sanken die Erlöse von Nike Direct aufgrund schwächerer Nike-Markendigitalverkäufe und leicht rückläufiger Umsätze in eigenen Geschäften um 13 Prozent. Auch der Großhandel musste Einbußen hinnehmen.
Tochtergesellschaft Converse meldete einen Umsatzrückgang um 17 Prozent. Die gesamte Bruttogewinnspanne des Unternehmens fiel ebenfalls, von 5,97 Milliarden USD im Vorjahresquartal auf 5,38 Milliarden USD dieses Jahr.
Elliott Hill, Präsident und CEO von Nike, betont die Bedeutung der Rückführung des Sports in den Mittelpunkt des Unternehmens. Er gibt sich optimistisch in Bezug auf die weiteren Schritte zur Wertschöpfung und die zukünftigen Perspektiven Nikes. Das Unternehmen plant jedoch für das kommende Quartal einen nochmals leicht zweistelligen Umsatzrückgang.