Rio Tinto plant eine bedeutende Investition in Argentinien, um die Lithiumproduktion des Landes zu stärken und die Reformbemühungen von Präsident Javier Milei zu unterstützen. Der britische Bergbaukonzern kündigte eine Investition von 2,5 Milliarden US-Dollar in den Bau einer neuen Lithium-Mine in den Anden an. Diese Maßnahme ist ein wesentlicher Bestandteil der Bemühungen, das Land für ausländische Investitionen attraktiver zu machen.
In der geplanten Anlage auf der Rincon-Mine soll eine jährliche Produktion von 60.000 Tonnen Lithiumkarbonat ermöglicht werden. Gemäß einer Unternehmensmitteilung sollen die Arbeiten an der Anlage, vorausgesetzt die notwendigen Genehmigungen werden erteilt, Mitte des nächsten Jahres beginnen.
Milei, der vor etwa einem Jahr das Präsidentenamt übernahm, hat durch sein Anreizprogramm RIGI, das steuerliche, währungs- und handelsbezogene Vorteile bietet, neue gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen. Diese sollen mindestens 30 Jahre Bestand haben, um den Energiesektor und den Bergbau zu fördern. Rio Tinto sieht die Investitionsrichtlinien als beispielhaft für RIGI und ist bestrebt, durch das Programm Schutz und Vorteile für seine Vorhaben zu erhalten.
In einer strategischen Entscheidung hat das Unternehmen Lithium als Kernbestandteil seines Rohstoffportfolios festgelegt. Hierzu zählt neben Argentinien auch ein geplantes Engagement in Chile und die Errichtung der größten Lithium-Mine Europas in Serbien. Trotz rückläufiger Lithiumpreise und wachsender Lagerbestände setzt Rio Tinto auf eine Entschlossenheit, den negativen Trend umzukehren und die Produktionskapazitäten zu steigern.
Das Rincon-Projekt in den Andenhöhen, einem Teil des „Lithium-Dreiecks“ Südamerikas, könnte entscheidend sein. Hier setzt Rio Tinto auf umweltfreundlichere direkte Extraktionsmethoden und hat bereits eine Pilotanlage in Betrieb genommen.