Die Federal Reserve zeigt sich angesichts beharrlicher Inflationsraten zunehmend restriktiver, und dieser Ton könnte 2025 noch deutlicher werden. Die anstehende Veränderung in der Besetzung des Zinskomitees könnte die Fed in Richtung weniger Zinssenkungen drängen, da neue Mitglieder mit Abstimmungsrecht im Januar hinzukommen.
Die geplante Neubesetzung im Fed-Komitee könnte eine vorsichtigere Richtung untermauern, wie sie die Fed kürzlich angedeutet hat, obwohl sie die Zinsen in ihrer dritten Sitzung in Folge gesenkt hat. Die Fed-Vertreter bremsten die Erwartungen, indem sie die für das nächste Jahr geplanten Zinssenkungen von vier auf zwei reduzierten, maßgeblich aufgrund der hartnäckigen Inflation.
Die Neubesetzung im Jahr 2025 ergibt sich aus dem Abstimmungsprinzip der Bank im Federal Open Market Committee, das über die 12 verfügbaren Sitze entscheidet. Jährlich wechseln vier der 12 Sitze im Rahmen eines Machtteilungsabkommens zwischen der Fed in Washington und den regionalen Fed-Banken.
Im Jahr 2025 werden diese Sitze von den regionalen Fed-Präsidenten aus Chicago, Boston, St. Louis und Kansas City besetzt - Austan Goolsbee, Susan Collins, Alberto Musalem und Jeff Schmid. Einige dieser neuen Mitglieder könnten das Komitee etwas restriktiver machen, wie eine Überprüfung ihrer öffentlichen Äußerungen in den vergangenen Monaten zeigt.
Diese neuen Mitglieder werden gemeinsam mit sieben Fed-Gouverneuren (darunter der Vorsitzende Jerome Powell) und dem Präsidenten der New York Fed, der stets ein festes Mitglied ist, über Zinsentscheidungen abstimmen. Aus dem Komitee scheiden die Fed-Präsidenten aus Cleveland, Richmond, Atlanta und San Francisco aus - Beth Hammack, Tom Barkin, Raphael Bostic und Mary Daly. Sie können zwar weiterhin an den Diskussionen teilnehmen, jedoch nicht mehr über die endgültigen Entscheidungen abstimmen.
Unter den neuen Mitgliedern gilt Goolsbee als eher moderat und plädiert für eine langfristige Perspektive auf die Inflation. Collins zeigt sich neutral. Schmid und Musalem stechen durch ihre restriktiveren Aussagen zur zukünftigen Zinspolitik hervor. Schmid merkte letzten Monat an, dass es noch unsicher sei, wie weit die Zinsen noch fallen oder sich letztlich einpendeln könnten. Er betonte jedoch, dass die Fed mit der diesjährigen Zinssenkung richtig lag.
Diese Bemerkungen kamen, nachdem der Präsident der Kansas City Fed im Oktober sagte, dass er glaube, dass die Zinsen "weit über" den Niveaus vor der Pandemie bleiben könnten - eine Zeit außergewöhnlich niedriger Zinsen. Musalem erklärte kürzlich, dass er einen "geduldigeren" Ansatz für die Zinsfestsetzung bevorzugt.