Die Zukunft der deutschen Warenhausikone Galeria steht am Scheideweg, denn heute findet die mit Spannung erwartete Vorstellung der Pläne durch die neuen Eigentümer Baker und Beetz statt. Nachdem Insolvenzverwalter Denkhaus vehement den Erhalt jeder einzelnen Filiale bekräftigte und eine Zielmarke von über 60 der derzeit 92 Standorte für die Rettung in Aussicht stellte, liegt es nun an den neuen Inhabern, dieses Versprechen einzulösen. Die Mitarbeiterzahl von rund 12.800 Angestellten verdeutlicht die Tragweite, die eine gelungene Sanierung oder ein eventueller Fehlschlag haben könnte. Eine Luft voller Bangen schwebt über den Köpfen der Belegschaft und den betroffenen Kommunen. Der Alptraum, den sie fürchten, ist, dass sich Baker und Beetz ausschließlich auf die lukrativsten Filialen konzentrieren könnten – ein Szenario, das verheerende Folgen für viele Beteiligte nach sich zöge und das vorherige Dahinsiechen der Warenhauskette lediglich in die Länge zöge. Entscheidend wird sein, inwieweit die neuen Eigentümer das Vertrauen in das Fortbestehen eines traditionsreichen Versorgers und Arbeitgebers stärken oder enttäuschen werden.
Wirtschaft
Neubeginn oder Ausverkauf? Schicksalstag für Galeria