14. März, 2026

Politik

Netanjahu kündigt Offensive in Rafah an – Koalitionsdruck wächst

Netanjahu kündigt Offensive in Rafah an – Koalitionsdruck wächst

In einer jüngst veröffentlichten Erklärung betonte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, dass der Zeitpunkt für eine Militäroffensive in der Stadt Rafah im Gazastreifen festgelegt worden sei. Netanjahu unterstrich die Notwendigkeit der Operation mit den Worten, dass es für einen entscheidenden Sieg unerlässlich sei, Rafah zu erobern und die dort aktiven Terrorgruppierungen auszuschalten. Die Ankündigung legt nahe, dass eine solche Aktion in naher Zukunft bevorsteht, da bereits ein konkretes Datum hierfür existiert.

Gleichzeitig mit Netanjahus kriegerischen Aussichten äußerten die Verbündeten Israel gegenüber Bedenken. Sowohl die Vereinigten Staaten von Amerika als auch Deutschland haben eindringlich vor den Konsequenzen einer großflächigen Bodenoffensive gewarnt. Besonders deutlich äußerte sich der US-amerikanische Präsident Joe Biden gegenüber dem israelischen Regierungschef, indem er verdeutlichte, dass ein Vorrücken auf Rafah ohne zuvor erfolgte Evakuierung von Zivilpersonen eine Überschreitung einer "roten Linie" darstellen würde.

Unterdessen verstärken Netanjahus Koalitionspartner aus dem rechtsextremen Spektrum den Druck auf den Premierminister. Nachdem israelische Truppen sich aus südlichen Gebieten des Gazastreifens zurückgezogen hatten, positionierte sich Itamar Ben-Gvir, ein Mitglied von Netanjahus Regierungsbündnis, prononciert auf der sozialen Plattform X. In seiner Nachricht warnte er Netanjahu, dass bei einem Ende des Konflikts ohne einen umfassenden Schlag gegen die in Rafah ansässigen Hamas-Milizen, der Premierminister die Unterstützung und damit das Mandat seiner Koalitionsmitglieder verlieren könnte.

Diese innenpolitische Zerreißprobe zeigt das Spannungsfeld, in dem sich Netanjahu bewegt: einerseits die internationale Gemeinschaft und deren Mahnungen, andererseits die hartgesottene Basis seiner Regierungskoalition und deren Drang nach einer militärischen Lösung.