08. Januar, 2026

Wirtschaft

Nestlé bleibt trotz Rückruf stabil: Umsatz auf globaler Ebene unbeeinträchtigt.

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé sieht sich derzeit mit einer der größten Rückrufaktionen seiner Unternehmensgeschichte konfrontiert. Trotz dieser umfangreichen Maßnahme bleibt der Konzern jedoch finanziell weitgehend unberührt. Wie Nestlé auf seiner offiziellen Webseite mitteilte, schlägt der jüngste Rückruf von Babynahrungsprodukten, die in über 30 Ländern vertrieben wurden, finanziell mit weniger als 0,5 Prozent des Jahresumsatzes zu Buche. Diese Bekanntgabe unterstreicht, dass keine gravierenden finanziellen Auswirkungen auf die gesamte Unternehmensgruppe zu erwarten sind.

Der Rückruf betrifft Babynahrungsprodukte in insgesamt 31 Ländern, wobei 27 davon in Europa liegen. Zu den betroffenen Ländern zählen bedeutende Märkte wie die Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien und Österreich. Zudem umfasst die Rückrufaktion auch Länder in anderen Teilen der Welt, darunter Argentinien, Mexiko, Peru sowie die Sonderverwaltungszone Hongkong.

Nestlé hatte zuvor öffentlich gemacht, dass eine mögliche Verunreinigung der Babynahrung durch Giftstoffe Anlass für den Rückruf sei. Die Rückrufaktion betrifft insbesondere die renommierten Marken Beba und die Spezialnahrung Alfamino. Das Unternehmen appellierte eindringlich an Eltern, die betroffenen Produkte nicht weiter zu verwenden und diese zur Rückgabe zu bringen.

Obwohl bislang keine Krankheitsfälle im Zusammenhang mit dem Verzehr der betroffenen Produkte bestätigt wurden, betonte Nestlé, dass es bei eventuellen Symptomen keinen Grund zur übermäßigen Sorge hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen gebe. Zu den möglichen Symptomen zählen starkes Erbrechen, Durchfall sowie ungewöhnliche Lethargie, die innerhalb von 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Aufnahme auftreten könnten.

Die Ursache für die Rückrufaktion liegt in einem technischen Defekt bei einem externen Lieferanten, der im Dezember zu einer Verunreinigung eines in der Babynahrung verwendeten Öls führte. Nestlé versichert, den Vorfall genauestens zu prüfen und die notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung künftiger derartiger Zwischenfälle zu ergreifen. Die Untersuchung des Vorfalls ist bereits eingeleitet, um die Sicherheit der Produkte langfristig zu gewährleisten.