Die Wall Street hat das Jahr 2026 rot im Kalender markiert.
Dan Ives, Tech-Analyst bei Wedbush und bekannt für seine unerschütterliche Bullen-Haltung, sieht nicht nur Wachstum. Er sieht eine tektonische Verschiebung der Machtverhältnisse im Technologiesektor.
Die aktuellen Bewertungen sind seiner Analyse zufolge lediglich der Startpunkt für eine Rallye, die Tesla in Sphären katapultieren wird, die bisher kaum ein Unternehmen erreicht hat.
Die Marktkapitalisierung steuert unaufhaltsam auf drei Billionen Dollar zu
Die Zahlen, die Ives aufruft, sind massiv. Er prognostiziert für das Jahr 2026 einen Anstieg der Marktkapitalisierung auf zwei Billionen US-Dollar.
Doch das ist nur das Basisszenario. In einem Bullen-Szenario sieht er bis Ende 2026 sogar eine Bewertung von drei Billionen US-Dollar als realistisch an. Ausgehend von der aktuellen Bewertung von rund 1,5 Billionen Dollar impliziert dies eine Verdopplung des Börsenwerts innerhalb kürzester Zeit.
Das Kursziel für die Aktie setzt er auf 600 US-Dollar – der Höchstwert unter allen relevanten Analysten. Ives bezeichnet die kommende Periode als den Beginn des Kapitels für Autonomie und Robotik, das den KI-Fokus des Unternehmens endgültig monetarisieren wird.
Robotaxis fluten in kürzester Zeit über dreißig amerikanische Großstädte
Die Zeit der theoretischen Ankündigungen ist vorbei. Ives erwartet, dass Tesla bereits im Jahr 2026 Robotaxis in mehr als 30 US-Städten operativ einsetzen wird.

Diese aggressive Expansion wird durch jüngste Sichtungen untermauert. Ein auf X (ehemals Twitter) veröffentlichtes Video zeigt ein Tesla-Robotaxi in Austin, Texas, das gänzlich ohne Sicherheitsfahrer unterwegs ist.
Elon Musk bestätigte prompt, dass Tesla nun autonome Fahrzeuge ohne menschliche Überwachung testet. Das Cybercab steht vor dem Produktionsstart und die Testphasen werden massiv ausgeweitet, um den Weg für das neue Modell zu ebnen.
Die politische Landschaft unter Trump beschleunigt die Deregulierung drastisch
Ein entscheidender Faktor für diese optimistische Prognose ist das regulatorische Umfeld. Ives geht davon aus, dass unter der Präsidentschaft von Donald Trump die Vorschriften für Full Self-Driving (FSD) signifikant gelockert werden.
Diese politische Rückendeckung könnte den Rollout beschleunigen und Tesla einen entscheidenden Vorteil gegenüber Konkurrenten wie Waymo verschaffen.
Die Marktbeherrschung, die Wedbush voraussagt, grenzt an ein Monopol: In den nächsten zehn Jahren soll Tesla rund 70 Prozent des globalen Marktes für autonome Fahrzeuge kontrollieren.
Das Geschäftsmodell wandelt sich zur reinen Margen-Maschine
Der wahre Hebel für den Aktienkurs liegt nicht im Verkauf von Hardware, sondern in der Software-Adoption. Ives rechnet damit, dass die Nutzung von FSD auf über 50 Prozent der Flotte steigen wird.
Das Potenzial von KI und autonomem Fahren allein taxiert er auf mindestens eine Billion US-Dollar.
Dies würde die Margenstruktur des Unternehmens fundamental verändern und die Profitabilität auf ein Niveau heben, das im klassischen Automobilbau unerreichbar ist.
Die Wette läuft längst nicht mehr auf Autos, sondern auf die totale Autonomie.


