Die Münchner Sicherheitskonferenz 2023, eines der weltweit renommiertesten Foren für den sicherheitspolitischen Dialog, verwandelt die bayerische Landeshauptstadt in ein Epizentrum intensiver Proteste. Nach aktuellen Angaben des Münchner Kreisverwaltungsreferats wird mit der beeindruckenden Zahl von rund 120.000 Demonstranten bei den verschiedenen Kundgebungen gerechnet. Dies markiert einen signifikanten Anstieg im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren und unterstreicht das wachsende öffentliche Interesse an globalen Sicherheitsthemen.
Im Zeitraum von Mittwoch bis Sonntag sind insgesamt 21 Veranstaltungen offiziell angemeldet worden, ein bemerkenswerter Rekord, der die Brisanz der diesjährigen Konferenz unterstreicht. Insbesondere der Bayerische Hof, das Tagungshotel der Konferenz, wird zur Hochsicherheitszone erklärt. Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, wie intensive Straßensperren und strikte Polizeikontrollen, könnten den Alltag der Münchner Bevölkerung erheblich beeinflussen. Am Samstag steht eine besonders beachtenswerte Demonstration bevor: Auf der Theresienwiese plant die Organisation "The Munich Circle" eine Großkundgebung mit der beeindruckenden Zahl von voraussichtlich 100.000 Teilnehmern.
Parallel dazu ist eine weitere bedeutende Protestveranstaltung gegen die Sicherheitskonferenz selbst zwischen dem Marienplatz und dem Stachus geplant, bei der rund 4.000 Menschen erwartet werden. Die Demonstrationswellen setzen sich an weiteren zentralen Orten der Stadt fort, einschließlich des Odeonsplatzes und des Max-Joseph-Platzes. Diese Kundgebungen thematisieren neben dem Protest gegen Kriege und für den Frieden auch die freie Entscheidung für Impfungen. Besondere Themenschwerpunkte der vielfältigen Protestaktionen umfassen zudem die politische Situation im Iran, im Südjemen sowie den Widerstand gegen das Erstarken rechtsextremistischer Strömungen in Deutschland.
Im Rahmen der Sicherheitskonferenz, die vom 13. bis 15. Februar stattfindet, haben sich bereits 65 Staats- und Regierungschefs angekündigt, was die hohe internationale Relevanz dieser Veranstaltung untermauert. Zu den prominentesten Persönlichkeiten, die ihre Teilnahme bestätigt haben, gehören der US-Außenminister Marco Rubio sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Erstmals wird auch Friedrich Merz (CDU) in seiner neuen Rolle als Kanzler auf der Konferenz erwartet, was besonderes Interesse hervorrufen dürfte.