19. Februar, 2026

Global

Moskaus vergiftetes Friedensangebot: Die UN-Falle soll Selenskyj stürzen und Kiew entmachten

Vizeaußenminister Galusin fordert eine UN-Übergangsverwaltung für die Ukraine. Was nach Diplomatie klingt, ist ein frontaler Angriff auf die Souveränität Kiews – der Kreml will die Regierung Selenskyj für illegitim erklären und durch eine Marionetten-Führung ersetzen.

Moskaus vergiftetes Friedensangebot: Die UN-Falle soll Selenskyj stürzen und Kiew entmachten
Russische Delegitimierung Kiews: Mit dem Vorschlag einer UN-Übergangsverwaltung will Putin die ukrainische Regierung als nicht handlungsfähig darstellen.

In der diplomatischen Arena von Moskau wurde am Wochenende eine neue, gefährliche Eskalationsstufe gezündet. Während Unterhändler aus den USA und Europa für die kommende Woche (17./18. Februar 2026) in Genf Friedensgespräche vorbereiten, lanciert der russische Vizeaußenminister Michail Galusin einen Vorschlag, der in Kiew und im Westen als politischer Vernichtungsschlag gewertet wird. Moskau fordert, die Ukraine unter eine internationale Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen zu stellen.

Galusin betonte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Tass, dass dies der einzige Weg sei, um „demokratische Wahlen“ abzuhalten und eine „handlungsfähige Regierung“ an die Macht zu bringen. Hinter der wohlklingenden Rhetorik von Stabilität und Demokratie verbirgt sich jedoch ein altbekanntes Ziel des Kremls: Die systematische Delegitimierung der amtierenden ukrainischen Führung unter Wolodymyr Selenskyj.

Für Moskau ist Selenskyj spätestens seit dem offiziellen Ablauf seiner regulären Amtszeit im Mai 2024 – die aufgrund des geltenden Kriegsrechts verfassungsgemäß verlängert wurde – kein legitimer Verhandlungspartner mehr. Galusins Vorstoß zielt darauf ab, die ukrainische Staatsgewalt als kollabiert darzustellen, um so den Weg für eine Führung zu ebnen, die bereit wäre, einen Friedensvertrag zu russischen Bedingungen zu unterzeichnen.

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Die Kosovo-Strategie als Blaupause für die Unterwerfung der Ukraine

Russland zieht für seinen Plan historische Parallelen heran, die in westlichen Ohren wie Hohn klingen müssen. Galusin verweist auf UN-Übergangsverwaltungen im Kosovo, in Osttimor oder Kambodscha. Doch der entscheidende Unterschied bleibt: In diesen Ländern war die staatliche Ordnung nach blutigen Konflikten oder Völkermorden tatsächlich zusammengebrochen.

In der Ukraine hingegen funktionieren sämtliche staatliche Stellen, von der Müllabfuhr bis zum Verteidigungsministerium, trotz des seit fast vier Jahren andauernden russischen Bombenterrors reibungslos. Dennoch beharrt Galusin darauf, dass nur eine „externe Verwaltung“ die Grundlage für eine zukünftige Zusammenarbeit legen könne.

Präsident Wladimir Putin hatte diesen „Geheim-Plan“ bereits im März 2025 erstmals skizziert. Dass er nun, unmittelbar vor den Genfer Gesprächen, mit neuer Vehemenz vorgetragen wird, zeigt die strategische Absicht: Russland will die Ukraine am Verhandlungstisch nicht als souveränen Staat, sondern als Protektorat behandeln, dessen Schicksal über die Köpfe der eigenen Bevölkerung hinweg entschieden wird.

Selenskyj unter Dauerbeschuss: Russische Propaganda wittert Morgenluft

Die Moskauer Offensive ist eng mit einer großangelegten Desinformationskampagne verknüpft. Russische Staatsmedien stürzen sich derzeit auf interne ukrainische Debatten über Korruption und ein umstrittenes Antikorruptionsgesetz vom Sommer 2025, um das Bild eines „failed state“ (gescheiterten Staates) zu zementieren.

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Präsident Selenskyj sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, Wahlen absichtlich zu verhindern, um an der Macht zu bleiben. Der Kreml nutzt diese Spannungen geschickt aus, um einen Keil zwischen die ukrainische Führung und ihre westlichen Unterstützer zu treiben. Selenskyj konterte bereits früher, dass solche Vorschläge lediglich eine „Verzögerungstaktik“ Moskaus seien, um die eigene militärische Position zu festigen.

Tatsächlich greift Russland die Ukraine auch während der diplomatischen Vorstöße ununterbrochen aus der Luft an. Erst am vergangenen Wochenende wurden erneut massive Schäden an der Energie-Infrastruktur gemeldet, was zu landesweiten Notabschaltungen führte. Diplomatie dient dem Kreml hierbei offensichtlich nur als Deckmantel für die fortgesetzte Zerstörung der Lebensgrundlagen in der Ukraine.

Showdown in Genf: Der 20-Punkte-Plan der USA gegen Moskaus UN-Falle

Am kommenden Dienstag und Mittwoch (17./18. Februar 2026) kommt es in Genf zum diplomatischen Showdown. Die USA und ihre europäischen Verbündeten haben sich bereits im Vorfeld auf einen sogenannten „20-Punkte-Plan“ zur Beendigung des Krieges geeinigt. Dieser sieht Sicherheitsgarantien für Kiew vor, die Moskau jedoch bisher kategorisch ablehnt.

Der russische Gegenvorschlag der UN-Verwaltung ist als direkter Konterangriff auf diesen Plan zu verstehen. Die USA reagierten bereits in der Vergangenheit skeptisch auf solche Ideen. Ein Sprecher des Weißen Hauses stellte klar, dass eine Übergangsverwaltung ohne die Zustimmung Kiews nicht zur Debatte stehe.

Dennoch bleibt die Lage für die Ukraine prekär. Während Putin mit Washington um die Lockerung von Sanktionen pokert, steht für die Ukraine nichts Geringeres als ihre staatliche Existenz auf dem Spiel. Wenn die UN-Falle zuschnappt, wäre dies das Ende der unabhängigen Ukraine, wie wir sie kennen.

Die Diplomatie der kommenden Tage wird zeigen, ob das Völkerrecht gegen die nackte Machtpolitik des Kremls bestehen kann oder ob die Weltordnung im Schatten der Genfer Gespräche endgültig zerbricht.

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