Die US-Bank Morgan Stanley hat im ersten Quartal beeindruckende Gewinne eingefahren und begeistert Analysten sowie Investoren mit überraschenden Zuwächsen im Investmentbanking und Handelsgeschäft sowie einer herausragenden Performance ihrer Wealth-Management-Sparte. Unter der neuen Führung von CEO Ted Pick, der den Posten von James Gorman im Januar übernahm, verzeichnete das Geldhaus einen Nettoeinkommensanstieg auf 3,4 Milliarden US-Dollar – ein Sprung von immerhin 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und deutlich über den Erwartungen von 2,7 Milliarden US-Dollar, die von Bloomberg-Analysten prognostiziert wurden.
Eine Schlüsselrolle in diesem Erfolg spielte das Wealth-Management-Geschäft von Morgan Stanley. Dieses zog in den ersten drei Monaten des Jahres mit rund 95 Milliarden US-Dollar deutlich mehr neue Vermögenswerte an als die erwarteten 62 Milliarden US-Dollar. Damit steigt das Volumen der von der Firma verwalteten Kundenvermögen auf stolze 7 Billionen US-Dollar an. Ein Ergebnis, das laut CEO Pick die starke Performance und die Fähigkeit der Bank unterstreicht, im großen Stil neue Kundengelder zu generieren.
Der Aktienmarkt hat positiv auf die Nachrichten reagiert - Morgan Stanleys Aktienkurs legte um ungefähr 3 Prozent im vorbörslichen Handel zu. Überraschungen gab es auch im Handelsgeschäft: Während der Erlös im Bereich Equities Trading entgegen der Erwartungen um 4 Prozent auf 2,8 Milliarden US-Dollar anstieg, musste der Fixed Income Trading Bereich einen leichten Rückgang von 4 Prozent hinnehmen.
Die Einnahmen aus dem Investmentbanking-Geschäft stiegen im Jahresvergleich um 16 Prozent. Damit profitiert Morgan Stanley von einer langsamen Erholung in Bereichen wie Fusionen, Schulden- und Aktienausgaben, nach fast zwei Jahren gedämpfter Aktivität. Dennoch war die Erholung im Vergleich zu vielen Wettbewerbern weniger ausgeprägt.