Die Europäische Kommission hat der deutschen Regierung grünes Licht für eine finanzielle Unterstützung von über vier Milliarden Euro zugunsten der Deutschen Energy Terminal (DET) gegeben. Diese Mittel sind für den Betrieb von vier schwimmenden Importterminals für Flüssigerdgas (LNG) vorgesehen. Diese finanzielle Maßnahme soll nicht nur die Diversifizierung der Energieversorgung Deutschlands fördern, sondern auch die Stabilität der Gasversorgung sicherstellen.
Die schwimmenden LNG-Terminals, bekannt als Floating Storage and Regasification Units (FSRUs), befinden sich strategisch in Brunsbüttel, Stade sowie an zwei Standorten in Wilhelmshaven. Diese hochspezialisierten Einheiten sind entwickelt worden, um Flüssigerdgas in einen gasförmigen Zustand zurückzuverwandeln. Nach dem russischen Übergriff auf die Ukraine hat die Bundesregierung den Ausbau dieser Terminals forciert, um sich von russischen Gaslieferungen unabhängig zu machen. Langfristig ist geplant, die schwimmenden Einheiten durch stationäre Landterminals zu ersetzen.
Der nun genehmigte Zuschuss beläuft sich auf insgesamt 4,06 Milliarden Euro und soll die erwarteten Verluste der DET bis zum Ende der Charterzeit der Schiffe ausgleichen. Diese Verluste resultieren aus dem Umstand, dass die Schiffe während der Energiekrise zu einem Zeitpunkt gechartert wurden, als die Nachfrage und damit die Kosten besonders hoch waren. Sollten die finanziellen Einbußen höher ausfallen als prognostiziert, könnte die Gesamtsumme auf maximal 4,96 Milliarden Euro ansteigen. Die Subventionen unterliegen dabei den strengen Regularien der EU, die Wettbewerbsverzerrungen verhindern sollen und darauf abzielen, keinen unverhältnismäßigen Vorteil für wirtschaftsstarke Nationen wie Deutschland zu schaffen.