Am Donnerstag bestimmten die Bekanntgabe zahlreicher Unternehmenszahlen das Geschehen an den US-amerikanischen Börsen, wobei insbesondere Microsoft mit einem signifikanten Kursrückgang eine spürbare Dämpfung der Stimmung an der Nasdaq verursachte. Während der Dow Jones Industrial sich stabil präsentieren konnte, löste eine Welle der Vorsicht unter Investoren aus Unsicherheiten bezüglich Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) sowie geopolitische Spannungen mit dem Iran aus.
Trotz positiver Ergebnisse von Schwergewichten wie Meta und Tesla verzeichneten die Anteile von Microsoft einen Rückgang von zehn Prozent. In der Folge verlor der Nasdaq 100 zeitweise bis zu zwei Prozent, bevor der Abschwung durch eine moderate Erholung bei einem Minus von 0,53 Prozent bei 25.884,30 Punkten abschloss. Parallel zu diesen Entwicklungen verfolgte der Dow Jones eine positive Linie, der Handelstag wurde bei einem knappem Zuwachs von 0,11 Prozent bei 49.071,56 Punkten beendet. Der marktbreite S&P 500 verbuchte hingegen einen marginalen Verlust von 0,13 Prozent auf 6.969,01 Zähler.
Microsofts überzeugende Wachstumszahlen aus dem zweiten Geschäftsquartal wurden durch Sorgen über steigende Kosten überschattet, was die Aktie auf den niedrigsten Stand seit April drückte. Ähnliche Verluste mussten auch andere Technologieaktien wie Salesforce hinnehmen, was das Vertrauen der Investoren in die Branche auf die Probe stellte.
Die Papiere von Meta hingegen zeigten eine beeindruckende Performance mit einem Anstieg von über zehn Prozent, gefördert durch solide Umsatzergebnisse und Gewinnzahlen. Eric Sheridan, Analyst bei Goldman Sachs, lobte den positiven Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf Metas Werbegeschäft, was zusätzliche Anreize für Investoren bot. Im Gegensatz dazu registrierte Tesla einen Rückgang von 3,5 Prozent, da geplante Milliardeninvestitionen zur Umgestaltung der Produktion bei den Anlegern auf Skepsis stießen.
Im Bereich des Dow übernahmen Unternehmen wie IBM und Caterpillar die führende Position. Mit einem Kursanstieg von fünf Prozent profitierte IBM von einem robusten Unternehmenswachstum. Caterpillar erreichte mit dem höchsten Umsatz in einem Jahr neue Rekordwerte. Auch Honeywell konnte von einem positiven Ausblick profitieren und legte um nahezu fünf Prozent zu. Visa verzeichnete ebenfalls dank vielversprechender Ergebnisse von Mastercard, das im S&P 500 um 4,3 Prozent zulegte, einen Anstieg von 1,5 Prozent.
Einen weiteren bemerkenswerten Höhepunkt setzte Lockheed Martin mit der Erreichung eines neuen Rekordstandes infolge solider Geschäftszahlen. Southwest Airlines erlebte einen bedeutenden Anstieg von nahezu 19 Prozent, getrieben durch optimistische Quartalszahlen, die Hoffnung auf eine nachhaltige Trendwende schürten.