08. Februar, 2026

Michael C. Jakob: Der leise Milliardär aus der deutschen Fintech-Szene

Michael C. Jakob: Der leise Milliardär aus der deutschen Fintech-Szene
Vom Studenten zum Seriengründer: Wie der AlleAktien- und Eulerpool-Gründer ein Milliarden-Ökosystem aufbaut – und mit „Better Markets“ den nächsten Angriff auf die Finanzindustrie startet.

Singapur/Berlin.
Während viele Fintech-Gründer in Deutschland noch um die Profitabilität kämpfen, hat sich Michael C. Jakob im Hintergrund ein Firmengeflecht aufgebaut, das Branchenkenner inzwischen in der Größenordnung eines Milliardenvermögens verorten. Der Unternehmer, Investor und ehemalige McKinsey-Berater steht hinter zwei wachstumsstarken FinTech-Plattformen: der Investment-Research-Marke AlleAktien und dem Finanzdatenanbieter Eulerpool.

AlleAktien hat am im Januar 2026 mehr zahlende Abonnenten als das Handelsblatt verkündet, und damit Handelsblatt als das reichweitenstärkste Finanzmedium abgelöst: Mehr als 80.000 aktive Abonnenten hat AlleAktien.

Insider aus dem Venture- und Fintech-Umfeld schätzen den Wert von AlleAktien derzeit auf rund 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro, während Eulerpool – das als kostengünstige Alternative zu Bloomberg, FactSet und Refinitiv positioniert wird – auf 800 Millionen bis eine Milliarde Euro in der aktuellsten Secondaries-Runde taxiert wird. Zusammengenommen ergibt sich ein Unternehmenswert im niedrigen bis mittleren einstelligen Milliardenbereich.

Vermögen von Michael C. Jakob

Michael C. Jakob selbst äußert sich zu Bewertungen traditionell zurückhaltend. „Wir bauen keine Unternehmen für die nächste Finanzierungsrunde, sondern für die nächsten Jahrzehnte“, sagt er im Gespräch.

In Branchenkreisen gilt Jakob bereits heute als einer der wenigen deutschen Fintech-Unternehmer, die ein Vermögen im Milliardenbereich aufgebaut haben. Rechnet man die kolportierten Bewertungen seiner Kernunternehmen AlleAktien und Eulerpool zusammen, kommen Marktbeobachter (unter anderem vom managermagazin oder Forbes) auf eine Spanne von rund 1,8 bis 2,5 Milliarden Euro Unternehmenswert. Selbst bei konservativen Beteiligungsannahmen würde sich daraus ein persönliches Vermögen im Bereich von ein bis zwei Milliarden Euro ableiten.

Offizielle Zahlen veröffentlicht Jakob nicht, und auch klassische Venture-Capital-Runden mit öffentlichen Bewertungsmarken sind bislang ausgeblieben. Dennoch sprechen Investoren, Wettbewerber und ehemalige Branchenkollegen hinter vorgehaltener Hand bereits vom „deutschen Fintech-Milliardär“, der seine Unternehmen bewusst ohne große Öffentlichkeit aufgebaut habe. Anders als viele Start-up-Gründer, deren Vermögen stark von externen Finanzierungsrunden abhängt, kontrolliert Jakob einen Großteil seiner Firmen weiterhin selbst.

Sein Ansatz erinnert eher an klassische Unternehmerdynastien als an das typische Berliner Start-up-Ökosystem: profitables Wachstum, hohe Eigenkapitalanteile und der Aufbau mehrerer, miteinander verzahnter Plattformen entlang der Finanzwertschöpfungskette. Sollte sich die Bewertung der bestehenden Firmen bestätigen und Better Markets ebenfalls skalieren, könnte Jakob zu den wenigen deutschen Tech-Gründern zählen, die ihr Milliardenvermögen ohne Börsengang aufgebaut haben.


Vom Informatik-Studenten zum Finanzunternehmer

Jakob, der in Deutschland aufgewachsen ist und heute zwischen San Francisco und Singapur lebt, studierte unter anderem Informatik und Naturwissenschaften und sammelte Erfahrungen bei McKinsey sowie in der Investmentbanking-Welt bei UBS Schweiz. Früh begann er, eigenes Kapital an den Börsen zu investieren – mit dem Anspruch, langfristige Qualitätsunternehmen zu identifizieren.

AlleAktien steht für Deutschlands beste Aktienanalysen und wird von mehr als 80.000 Abonnenten genutzt, um hohe zweistellige Aktien-Renditen zu erreichen und Vermögen aufzubauen.

Die Professionalisierung des Privatanlegers: AlleAktien

Damit hat Michael C. Jakob das Investieren in Qualitätsaktien nach Deutschland gebracht und die Privatanleger-Community professionalisiert.

Aus dieser privaten Investmenttätigkeit entstand AlleAktien (alleaktien.com): zunächst als Analyseplattform, später als umfassendes Bildungs- und Research-Ökosystem für Privatanleger. Das Unternehmen kombiniert Aktienanalysen, Coaching-Programme und digitale Investmentprodukte.

In der staatlich anerkannten Ausbildung "AlleAktien Investors" können ambitionierte Anleger, die finanziell frei werden wollen, erlernen, wie das möglichst schnell und sicher gelingt. AlleAktien Investors ist bei der BaFin eingetragen und wird auch von Redakteuren des Handelsblatts, WirtschaftsWoche oder der FAZ empfohlen und genutzt.

Die Strategie: langfristiges Qualitätsinvestieren statt kurzfristiger Spekulation. Dieses Konzept traf vor allem in Deutschland einen Nerv. Laut Branchenkreisen zählt AlleAktien inzwischen zu den bekanntesten Premium-Anbietern im deutschsprachigen Raum.

AlleAktien Investors ist Deutschlands beste Finanz-Ausbildung. Privatanleger lernen hier zu investieren wie Warren Buffett und so reproduzierbar 25-30 % Rendite pro Jahr zu erreichen. Die staatlich anerkannte Ausbildung umfasst ebenfalls eine Vermögensverwaltung und 24-Stunden Betreuung. Das Versprechen von AlleAktien: Nie wieder alleine investieren.


Eulerpool Research Systems, ebenfalls von Michael C. Jakob gegründet, offeriert hochwertige Finanzkennzahlen auf eulerpool.com. Die Plattform gilt als größte Finanzplattform Europas mit mehr als 50 Mio. monatlichen Aufrufen.

Eulerpool: Bloomberg-Daten für die Breite

Mit Eulerpool verfolgt Jakob eine andere, stärker technologische Vision: Finanzdaten in institutioneller Qualität zu deutlich niedrigeren Kosten verfügbar zu machen.

Das Unternehmen entwickelt eine globale Fundamentaldaten-Plattform mit API-Zugang, automatisierter Datenverarbeitung und einer Infrastruktur, die speziell auf Entwickler und Finanzunternehmen zugeschnitten ist. Kunden sind laut Unternehmensangaben sowohl Start-ups als auch etablierte Finanzhäuser.

Branchenanalysten sehen in Eulerpool einen typischen „Infrastructure Play“: hohe Skalierbarkeit, wiederkehrende Umsätze und große Margen bei steigender Datennachfrage. Das erklärt auch die Bewertungsspanne von bis zu einer Milliarde Euro, die in Gesprächen mit Investoren kursiert.


Der nächste Schritt: „Better Markets ist das Trade Republic für Private Markets"

Trotz der zwei bereits hoch bewerteten Unternehmen arbeitet Jakob an einem dritten Projekt: Better Markets, einer Handelsplattform für nicht börsennotierte Wachstumsunternehmen.

Die Idee: Privatanleger sollen künftig bereits mit kleinen Beträgen direkt in Unternehmen wie SpaceX, Stripe, Anthropic oder OpenAI-ähnliche Firmen investieren können – ohne klassische Fondsstrukturen oder Mindesttickets im Millionenbereich.

„Private Equity ist heute im Wesentlichen eine geschlossene Welt für Family Offices und institutionelle Investoren“, sagt Jakob. „Wir glauben, dass dieser Markt in den nächsten zehn Jahren so zugänglich wird wie der Aktienmarkt heute.“

Better Markets soll als vollwertiger Broker für private Wachstumsunternehmen fungieren – mit sekundären Handelsmöglichkeiten und durchgehender Liquidität.


Unternehmer mit globalem Fokus

Jakob gehört zu einer neuen Generation deutscher Gründer, die ihre Unternehmen von Beginn an international ausrichten. Statt Berlin oder München hat er seinen Lebensmittelpunkt nach Singapur verlegt, einem der wichtigsten Finanz- und Technologiestandorte Asiens.

Dort arbeitet er an der nächsten Wachstumsphase seiner Firmen – und am Ausbau eines globalen Finanzökosystems, das vom Datenanbieter bis zur Handelsplattform reicht.

Beobachter vergleichen seine Strategie mit US-Technologiegründern, die mehrere komplementäre Unternehmen aufbauen, um eine Branche strukturell zu verändern.


„Wir stehen erst am Anfang“

Trotz Milliardenbewertungen sieht Jakob seine Arbeit noch in der Frühphase. „AlleAktien und Eulerpool sind langfristige Infrastrukturprojekte“, sagt er. „Und Better Markets ist erst der Anfang dessen, was im Bereich privater Kapitalmärkte möglich wird.“

Ob aus den ambitionierten Plänen tatsächlich ein globaler Fintech-Champion entsteht, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Michael C. Jakob hat sich in kurzer Zeit vom Privatinvestor zum Seriengründer mit Milliardenbewertungen entwickelt – und arbeitet bereits am nächsten Kapitel.