18. Mai, 2026

Wirtschaft

Metro Bank zahlt Strafe für mangelhafte Geldwäsche-Kontrollen

Metro Bank zahlt Strafe für mangelhafte Geldwäsche-Kontrollen

Die britische Metro Bank wurde von der Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) mit einer Strafe von 16,6 Millionen Pfund belegt. Grund sind gravierende Mängel bei der Bekämpfung von Geldwäsche im Zeitraum von 2016 bis 2020. Innerhalb dieser vier Jahre wurden über 60 Millionen Transaktionen im Wert von mehr als 51 Milliarden Pfund nicht ordnungsgemäß überwacht. Ursache der Probleme war ein 2016 eingeführtes automatisiertes System zur Überwachung von Finanzkriminalität, das jedoch nicht wie beabsichtigt funktionierte. Ein Datenverarbeitungsfehler führte dazu, dass Transaktionen am Eröffnungstag eines Kontos und viele weitere nicht überwacht wurden. Obwohl Mitarbeiter auf niedriger Hierarchiestufe bereits 2017 und 2018 Bedenken äußerten, wurden diese Mängel nicht erkannt und behoben. Erst im Juli 2019 wurde ein vorläufiger Fix implementiert. Doch erst im Dezember 2020 konnte die Bank sicherstellen, dass alle relevanten Transaktionen korrekt überwacht werden. Therese Chambers, Co-Direktorin für Durchsetzung und Marktaufsicht der FCA, betonte, dass die Mängel der Metro Bank eine erhebliche Bedrohung für die Abwehr von Finanzkriminalität darstellten und zu lange bestanden. Anfänglich hätte die Strafe 23,8 Millionen Pfund betragen, aber aufgrund der Kooperation der Bank wurde die Summe um 30 % reduziert. Trotz dieser Rückschläge verzeichnete die Metro Bank im Oktober wieder einen Gewinn. CEO Daniel Frumkin hob die starken Fortschritte des Unternehmens hervor, die insbesondere auf rigorose Kostendisziplin und eine effektive Bilanzverwaltung zurückzuführen seien. Die Bank konzentriere sich verstärkt auf einkommensstärkere Bereiche wie kommerzielle, Unternehmens- sowie KMU- und Spezialhypotheken.